Riskante Last-minute-Strategie bei der SEPA-Umstellung: Unternehmen erwarten Liquiditätsprobleme
Um herauszufinden, ob sich deutsche Unternehmen, Vereine und die öffentliche Hand inzwischen intensiver um das Thema SEPA und seine Auswirkungen kümmern und für die im Februar anstehende Umstellung auf SEPA gerüstet sind, hat ibi research nun zum zweiten Mal innerhalb von 6 Monaten zusammen mit van den Berg, dem Bank-Verlag und InterCard eine Befragung durchgeführt. In dieser Untersuchung wurde analysiert, welche Auswirkungen SEPA auf den Zahlungsverkehr hat, wie der aktuelle Stand der SEPA-Umsetzung in Deutschland ist und wie sich dieser im Vergleich zur Erstbefragung entwickelt hat.
Nachfolgend sind einige zentrale Ergebnisse der zweiten Studie zusammengefasst:
•SEPA ist etwa einem Fünftel der Befragten noch nicht bewusst: 22 % haben nach eigenen Angaben nur vage Vorstellungen von SEPA oder sogar noch nie etwas davon gehört
•Erst ein Drittel der Unternehmen nutzt die SEPA-Überweisung
•Etwa 30 % planen erst zum 1. Februar 2014 die ausschließliche Nutzung der SEPA-Überweisung
•Die Nutzung der SEPA-Lastschrift ist bei den meisten Organisationen ab dem 2. Halbjahr 2013 geplant
•Bei 20 % der Befragten steht der Termin zur finalen Umstellung auf die SEPA-Lastschrift noch immer nicht fest
•Die ausschließliche Nutzung der SEPA-Lastschrift soll bei vielen Unternehmen allerdings erst Ende 2013 oder gar Anfang 2014 erfolgen
•Befragte, die SEPA-Lastschriften nutzen oder dies vorhaben, können nicht lange auf die Lastschrift verzichten: 27 % der befragten Unternehmen gaben an, bereits nach 5 oder weniger Tagen durch fehlende Lastschrifteingänge in Liquiditätsprobleme zu kommen
•Viele Unternehmen haben nicht schriftlich vorliegende Einzugsermächtigungen für ihre bestehenden Lastschrifteinzüge
•Circa 10 % der befragten Online-Händler planen schon jetzt, die Lastschrift als angebotenes Bezahlverfahren in ihrem Webshop abzuschaffen
•Die Befragten erhoffen sich vor allem kürzere Laufzeiten bei grenzüberschreitenden Zahlungen im SEPA-Raum
•Die meisten Schritte zur SEPA-Umstellung werden im 4. Quartal 2013 erfolgen
•11 % der Befragten rechnen damit, dass ihre Systeme erst nach dem 1. Februar 2014 auf SEPA umgestellt sind
„Die Ergebnisse der zweiten Erhebung zeigen, dass SEPA zwar mittlerweile stärker im Bewusstsein verankert ist. Insgesamt verläuft die Umstellung in Deutschland – gerade angesichts der wenigen verbleibenden Arbeitstage bis zum 1. Februar 2014 – aber noch deutlich zu schleppend. Damit die Umstellung noch rechtzeitig und dazu möglichst reibungslos erfolgen kann, muss das Großprojekt SEPA auch von den Nachzüglern umgehend in Angriff genommen werden“, fordert Dr. Ernst Stahl, Research Director bei ibi research.
Die komplette Studie „SEPA-Umsetzung in Deutschland“ sowie eine SEPA-Checkliste stehen unter folgendem Link kostenlos zum Download zur Verfügung:
www.sepa-wissen.de
Um stets aktuelle Zahlen zur SEPA-Entwicklung in Deutschland zur Verfügung stellen zu können, soll die Befragung kontinuierlich etwa alle sechs Monate wiederholt werden. Dabei werden bestimmte Themenfelder rund um den Zahlungsverkehr in Deutschland näher behandelt.Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Seit 1993 bildet die ibi research an der Universität Regensburg GmbH eine Brücke zwischen Universität und Praxis. Das Institut forscht und berät zu Fragestellungen rund um das Thema “Finanzdienstleistungen in der Informationsgesellschaft“. ibi research arbeitet auf den Themenfeldern E-Business, IT-Governance, Internet-Vertrieb und Geschäftsprozessmanagement. Zugleich bietet ibi research umfassende Beratungsleistungen zur Umsetzung der Forschungs- und Projektergebnisse an und ist Initiator und Herausgeber des E-Commerce-Leitfadens (www.ecommerce-leitfaden.de).
Weitere Informationen: www.ibi.de
Datum: 20.08.2013 - 12:57 Uhr
Sprache: Deutsch
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Handel
Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 20.08.2013
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