NABU-Kampagne zeigt Wirkung: AIDA will umweltfreundlicher werden
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AIDA Cruises, alle Kreuzfahrtschiffe mit moderner Abgastechnik
ausrüsten zu wollen, begrüßt. NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller:
"Unsere Kampagne für sauberere Kreuzfahrtschiffe zeigt Wirkung,
endlich auch bei AIDA. Dieser Schritt war überfällig.
Selbstverständlich werden wir uns die angekündigte Technik sehr genau
ansehen müssen, um Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit zu prüfen."
Seit Jahren fordert der NABU mit seiner Kampagne "Mir stinkts -
Kreuzfahrtschiffe sauber machen!" den Verzicht auf Schweröl sowie den
konsequenten Einsatz wirksamer Filtersysteme bei Kreuzfahrtschiffen.
"Dass AIDA sich jetzt seiner Verantwortung für die Umwelt stellen
will, zeigt, wie groß der öffentliche Druck auf die Branche geworden
ist. Jetzt sind die Mitbewerber gefragt, es AIDA gleich zu tun und
ebenfalls den Ausstoß hochgiftiger und umweltschädlicher
Luftschadstoffe zu reduzieren", so Miller weiter. Allerdings bleiben
Zweifel: Auf die Frage, ob AIDA bei seinen neuen Schiffen ab 2015 auf
Schweröl verzichten werde, so wie es Ex-Chef Michael Thamm im
vergangenen Jahr zugesagt hatte, blieb das Unternehmen eine konkrete
Antwort schuldig. Auch ist unklar, bis wann das Umrüstprogramm
abgeschlossen sein soll.
"Wir begrüßen das angekündigte Umweltengagement von AIDA und den
damit eingeleiteten Wettbewerb zwischen den Reedereien um den besten
Umweltschutz", so Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg.
"Wir werden das Engagement von AIDA aber erst vollständig bewerten
können, wenn AIDA den Ankündigungen auch Taten folgen lässt. Hier
sind wir ja gebrannte Kinder." Den Menschen, die in Häfen und entlang
den Schifffahrtsrouten durch erhebliche Luftschadstoffe wie
Rußpartikel, Stickoxide oder Schwefeldioxid aus
Kreuzfahrtschiffschornsteinen nachweislich gesundheitlich geschädigt
würden, nutzten alle gebrochenen Zusagen zur Verbesserung der
Luftqualität nichts. "Nach so vielen leeren Versprechen steht AIDA
ihren Kunden, Mitarbeitern und den Bürgern der Hansestadt gegenüber
in der Pflicht, endlich saubere Luft zu liefern", fordert Porschke.
Ein einziges modernes Kreuzfahrtschiff stößt täglich rund 450
Kilogramm Rußpartikel, 5.250 Kilogramm Stickoxide und 7.500 Kilogramm
Schwefeldioxide aus. Die Luftschadstoffbelastung, die von den
untersuchten 20 Kreuzfahrtschiffen ausgeht, entspricht damit
insgesamt derjenigen von rund 120 Millionen modernen Pkw.
Das NABU-Kreuzfahrt-Ranking als Grafik sowie Pressefotos von
Kreuzfahrtschiffen finden Sie zur kostenfreien Nutzung unter:
www.NABU.de/presse/fotos/#kreuzfahrtschiffe (weitere Formate und
Auflösungen des Rankings auf Anfrage) Hintergrundpapier zu den
Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von Kreuzfahrtschiffen: www.NABU.
de/downloads/mir_stinkts/NABU%20Hintergrund_Kreuzschifffahrt-Kampagne
_final.pdf
Originaltext vom NABU
Pressekontakt:
Dietmar Oeliger, NABU-Verkehrsexperte, 030-284984-1613, mobil
0172-9201823
Alexander Porschke, Vorsitzender des NABU Hamburg, Tel. 0172-4037167
NABU-Pressestelle, Telefon: 0 30.28 49 84-1510, -1722, -1952
Telefax: 0 30.28 49 84-2500, E-Mail: Presse@NABU.de
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Datum: 29.08.2013 - 13:53 Uhr
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