Der lange Schatten der Eisernen Lady
Warum deutsche Unternehmen gerade in der Krise ihre Servicekonzepte ausbauen sollten

(firmenpresse) - London/Berlin, 4. Juni 2009 - Der Stern der britischen Labour-Regierung scheint im Sinkflug. Persönliche Verfehlungen der Kabinettsmitglieder, die Weltwirtschaftskrise, dazu Ohrfeigen bei Europa- und Kommunalwahlen. Da sehnt sich mancher nach einer Politikergeneration, die sich so gar nicht um öffentliche Meinungen und Umfragen scherte. Drei Jahrzehnte ist her, seit Margaret Thatcher als erste Premierministerin des Vereinigten Königsreichs die Regierungsgeschäfte in der Downing Street übernahm. Über ein Jahrzehnt sollte sie dort die Fäden ziehen und Großbritannien vor allem wirtschaftlich auf Vordermann bringen. Als sie ihr Amt antrat, „nach jenem düsteren Streikwinter, wurde sie von vielen Leuten noch immer nicht ernst genommen“, schrieb Lord Ralf Dahrendorf in der Weltwoche http://www.weltwoche.ch. „Früher oder später, hieß es, würden die Granden der Konservativen Partei sie beiseite nehmen und sagen: ‚Margaret, was Sie tun, ist in Ordnung, aber es wäre besser, Sie überließen den Job jemandem, der über mehr Erfahrung verfügt und besser mit der Partei zusammenarbeitet.’ Stattdessen schickte sie die Granden in die Wüste“, so Dahrendorfs Beitrag aus dem Jahr 2005.
Die Eiserne Lady hat bis heute gewiss nicht nur Fans, vor allem in Deutschland fallen die Urteile über sie sehr differenziert aus. „Thatcherismus: das klingt nach sozialem Kahlschlag, nach Steinzeit-Kapitalismus und politischer Konfrontationsstrategie – alles keine Vokabeln, mit denen sich deutsche Politiker, egal welcher Richtung, gern bedenken lassen“, stellt Dominik Geppert in seinem Buch „Maggie Thatchers Rosskur – Ein Rezept für Deutschland?“ fest. Gleichwohl „hat sich in jüngster Zeit die Wahrnehmung Thatchers verschoben. Sie erfährt derzeit in allen politischen Gruppierungen – teils klammheimliche, teils unverhohlene – Bewunderung.“ Das schrieb Geppert 2003. Mittlerweile regiert eine Frau die Republik, die vor ihrer Wahl zur Kanzlerin sogar einmal mehr Freiheit für den Einzelnen wagen wollte, doch der Vergleich der beiden Damen kann nur hinken. Noch einmal Geppert: „Die Britin begann bald nach Übernahme der Parteiführung, sich konsequent als Vorkämpferin und rücksichtslose Verfechterin einer marktradikalen Reformpolitik zu profilieren, während die Deutsche bisher auf Kontinuität setzte, Beharrungskräften gegenüber duldsam auftrat, keinen radikalen Kurswechsel einleitete.“
Und wer Angela Merkel als „liberale Revolutionärin“ bezeichnen würde, wie Andreas Kratschmar in seinem Beitrag im Sammelband „Stichwortgeberinnen“ http://www.verlagnoir.at die englische Premierministerin nennt, verkennt die Realitäten der Berliner Stillstandskoalition. Mit den liberalen Theorien von John Stuart Mill, Friedrich August von Hayek und Milton Friedman schien Thatcher zudem ungleich konsequenter und fundierter zu Werke zu schreiten als die deutsche Kanzlerin. Und was sie tat, tat sie entscheiden: „Die Staatsschulden wurden abgebaut. Die Macht der Gewerkschaften wurde durch neue Gesetze gebrochen, Staatsbetriebe privatisiert, Subventionen gestrichen“, schreibt Kratschmar. Stück für Stück erholte sich die britische Volkswirtschaft in den Thatcher-Jahren vom Niedergang der vorangegangenen Jahrzehnte.
Was sie heute tun würde, in einer der größten Krisen, die die moderne Ökonomie erlebt hat? Sie würde als Verfechterin des freien Wettbewerbs kaum den staatlichen Mammutprogrammen das Wort reden, die die Staatsschulden ins Utopische befördern und den Menschen das Gefühl vermitteln, der Staat werde das Krisen-Kind schon schaukeln. Ebenso wenig wäre sie wohl an der Spitze der Protektionisten zu vermuten, deren Rufe derzeit wieder öfter zu vernehmen sind. Insbesondere im Mittelstand kommen Heilsversprechen durch Marktabschottung nicht gut an. „In abgeschotteten Märkten wird die Innovation erdrückt“, warnt Uwe Röhrig, Wirtschaftssenator im Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) http://www.bvmw.de und Inhaber der Berliner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de. Gerade die müsse aber in produktionsärmeren Krisenzeiten vorangetrieben werden, und zwar in Produktion und Service. Nicht nur für den Automobilsektor ist Röhrig überzeugt: „Kreative Servicekonzepte überzeugen den Käufer.“ Unternehmen, die in Zukunft nicht nur das Fahrzeug an sich verkaufen wollen, sondern ein Service-Komplett-Paket - Wartung, Reifen, Reparaturen, Beratung, vielleicht sogar ein Mobilitätskonzept mit Sommer- und Winter-Auto - anbieten, hätten die Zeichen der Zeit erkannt. „Der Kreativität sind eigentlich keine Grenzen gesetzt, man muss ihr aber endlich freien Lauf lassen und den Ballast jahrzehntelanger Verkaufsmuster abwerfen“, so Röhrigs Appell.
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Nico Seifert
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Datum: 04.06.2009 - 13:23 Uhr
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