Rheinische Post: Baustelle Familie
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Vereinbarkeit von Familie und Beruf immer noch die größte Baustelle
in der Familienpolitik ist. Die Verantwortlichen können daraus nur
den Rückschluss ziehen, dass mit dem Ausbau der Betreuung für die
Kleinsten das Ziel noch nicht erreicht ist. Die Kinder, die heute
einen Krippenplatz haben, benötigen in vier bis fünf Jahren auch eine
Nachmittagsbetreuung in der Grundschule. Insbesondere im Westen ist
das Angebot schon heute kleiner als die Nachfrage. Bei den jüngeren
Jahrgängen wird es künftig noch mehr Engpässe geben, wenn Länder und
Kommunen nicht ähnliche Anstrengungen unternehmen wie beim Ausbau der
Kitas. Mit der Umfrage Familienmonitor fängt die Regierung regelmäßig
die Stimmung von Müttern und Vätern ein. Ein Versäumnis bleibt, dass
nicht nach dem Betreuungsgeld gefragt wurde. Immerhin war es die
aufwendigste und am meisten beachtete familienpolitische Maßnahme in
dieser Wahlperiode. Da hat offensichtlich der Mut gefehlt, die eigene
Entscheidung einem Meinungstest zu unterziehen.
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Datum: 09.09.2013 - 20:17 Uhr
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