Neue OZ: Kommentar zu Syrien
ID: 943124
Mit großem Tamtam sind die ersten von insgesamt 5000 syrischen
Flüchtlingen, denen Deutschland Asyl bieten will, in Hannover begrüßt
worden. Doch statt viel Gewese um die eigene Mildtätigkeit zu machen,
sollten Bund und Länder überlegen, wie sie noch mehr von jenen Syrern
schnell und unbürokratisch aufnehmen können, die ihre Heimat
verlassen müssen. Schweden etwa handelt vorbildlich: Die dorthin
geflohenen Syrer erhalten ein permanentes Aufenthaltsrecht, und
dürfen ihre Familien nachholen. Gut so. Denn angesichts des Elends im
Kriegsgebiet fehlt für ein zögerliches Verhalten die Zeit. In der
Bevölkerung muss die Bundesregierung viel stärker dafür werben, dass
die Aufnahme von Syrern eine humanitäre Verpflichtung ist. Hässliche
Szenen wie kürzlich vor einem Flüchtlingsheim in Berlin-Hellersdorf
zeigen, dass hierfür zum Teil das Bewusstsein fehlt.
Der Strom der Flüchtlinge wird so schnell nicht abreißen. Während
die Staatengemeinschaft über Syriens Chemiewaffen streitet, geht das
Morden weiter. Und selbst wenn im Giftgas-Konflikt eine diplomatische
Lösung gefunden wird: Sie würde am Verlauf des Bürgerkriegs kaum
etwas ändern. Es spricht Bände, dass der Krieg selbst in der
aktuellen Debatte gar keine Rolle spielt. Solange die Welt über das
Giftgas spricht, stellt niemand die unangenehme Frage, wie das
Dauergemetzel beendet werden könnte.
Franziska Kückmann
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 11.09.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 943124
Anzahl Zeichen: 1720
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 202 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Syrien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alison Bechdel, Comiczeichnerin und Schöpferin des "Bechdel-Tests", staunt über die Wirkung ihrer Prüfmethode für Sexismus im Kino: "Das verstehe ich selbst nicht. Anfang der 2000er-Jahre kam das im Internet auf. Da habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass junge, feministische Filmst
AfD-Politiker Hohm fordert mehr Kompromissbereitschaft der Partei / Generation-Deutschland-Chef beklagt zu viel "Dagegen-Sein" und fordert mehr inhaltliche Konzepte für mögliche Regierungs ...
Osnabrück. Im Vorfeld des Bundesparteitages hat der AfD-Nachwuchschef Jean-Pascal Hohm eine mangelnde inhaltliche Tiefe seiner Partei in den sozialen Netzwerken beklagt. "Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da extrem zu", sagte der Chef Nachwuchsorga
Grünen-Chefin Brantner kritisiert neue Reformpläne: "Das ganze Paket ist mutlos" / Brantner wirft Regierung "Schmalspurreform" bei Einkommensteuer vor - Lob für härtere Linie g ...
In der Debatte um die anstehenden Reformen kritisiert Grünen-Chefin Franziska Brantner die jüngsten Koalitionsbeschlüsse scharf und wirft der Regierung Mutlosigkeit vor. "Die wichtigsten Fragen bleiben offen: Wie schaffen wir den Wohlstand von morgen? Womit verdienen wir in der Zukunft Geld
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Barroso / EU ...
Der Kurs ist gesetzt Die Rede zur Lage der Europäischen Union ist eine Jahr für Jahr von der Öffentlichkeit kaum registrierte Tradition. Dafür kann es nur bedingt Verständnis geben. Denn einerseits schreitet die europäische Integration langsam, aber sicher voran. Andererseits zeigt sich
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / Grüne ...
Tiefer Fall Die Grünen dürften sich schwarzärgern. Vor einem halben Jahr noch erfreuten sie sich großer Beliebtheit und kamen in Umfragen auf 17 Prozent Zustimmung. Heute, kurz vor der Bundestagswahl, sind es nur noch neun bis zehn Prozent, ein tiefer Fall, den die Grünen sich weitgehen
Neue OZ: Kommentar zu Prozesse / Schulen / Religion ...
Lebensnahe Urteile Die Richter am Bundesverwaltungsgericht in Leipzig haben zwei pragmatische Entscheidungen zum Verhältnis von Glaubensfreiheit und Schulbesuch getroffen. Damit haben sie eine größere Rechtssicherheit geschaffen, und das ist erfreulich. Zu entscheiden hatten die Juristen
Das Erste / "Berliner Runde" zu den Ergebnissen der Landtagswahl in Bayern / Sondersendung am Sonntag, 15. September 2013, um 19.30 Uhr im Ersten ...
In Bayern entscheiden die Wählerinnen und Wähler an diesem Sonntag über die Zusammensetzung ihres Parlaments. Eine Woche vor der Bundestagswahl hat die Landtagswahl im südlichen Freistaat für viele Beobachter Signalwirkung für die Wahlen im Bund. Nach den bisherigen Umfrageergebnissen d




