Neue OZ: Kommentar zu Bayern / Wahlen
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Schafft es die CSU? Gelingt es ihr, die absolute Mehrheit der
Mandate zurückzuerobern? So wie es aussieht, könnte die Welt der
Christsozialen, die bei der Landtagswahl vor fünf Jahren stark
erschüttert worden ist, bald wieder im Lot sein. Ein Machtwechsel ist
jedenfalls trotz des durchaus angesehenen SPD-Spitzenkandidaten
Christian Ude nicht in Sicht. Die CSU, die den Freistaat seit 56
Jahren regiert, wird dies auch künftig tun. Zu verdanken hat sie das
maßgeblich Parteichef Horst Seehofer. Er hat sich wacker für seine
Christsozialen geschlagen und mit sicherem Instinkt populäre Themen
gefunden. So setzte er trotz großen Widerstands das in konservativen
Kreisen hochgelobte Betreuungsgeld durch. Und gegen heftige Kritik,
sogar der Bundeskanzlerin, beharrt Seehofer auf der Einführung einer
Pkw-Maut nur für Ausländer - immer nach dem Motto: Bayern gegen den
Rest der Welt. Dieses spezielle bajuwarische Wir-Gefühl anzusprechen,
hat sich im Freistaat noch immer ausgezahlt.
Hinzu kommt eine außergewöhnlich gute wirtschaftliche Lage. Die
Arbeitslosenquote in Bayern liegt aktuell bei 3,8 Prozent. Das ist so
gut wie Vollbeschäftigung. Mit sozialer Gerechtigkeit zu punkten, wie
es SPD-Spitzenkandidat Ude versucht hat, fällt da schwer. Von
Wechselstimmung ist infolgedessen nichts zu spüren. Und für eine
Überraschung könnten am Sonntag allenfalls noch die vielen
unentschlossenen Wahlberechtigten sorgen.
Uwe Westdörp
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Datum: 13.09.2013 - 22:00 Uhr
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