Neue OZ: Kommentar zu Syrien
ID: 945767
Jetzt ist es quasi amtlich: Es gibt "klare Beweise" für den
Einsatz von Giftgas in Syrien, so die UN-Inspekteure, die vor Ort
waren. Wer noch Zweifel hegte, kann sie begraben. Der Befund ist
erschütternd, zumal das nachgewiesene Nervengas Sarin zu den am
meisten gefürchteten Kampfstoffen gehört. Man riecht es nicht, man
schmeckt es nicht - und doch kann es binnen Minuten tödlich sein.
Dass sich die Diplomatie darauf konzentriert, diese
Massenvernichtungsmittel aus Syrien zu verbannen, ist nur
folgerichtig. Denn das Töten wird damit noch einfacher und noch
effektiver.
Zu Recht brandmarkt UN-Generalsekretär Ban Ki Moon den Einsatz von
Sarin als Kriegsverbrechen. Bitter nur, dass Kriegsverbrechen in
Syrien auch ohne Giftgas an der Tagesordnung sind. Gewalt und
Gegengewalt haben zu einer Orgie der Vernichtung geführt, die nicht
einmal vor Krankenhäusern haltmacht. Ja, es werden angeblich sogar
Ärzte gezwungen, Folteropfer am Leben zu halten, damit man sie weiter
foltern kann.
Diesen Wahnsinn können, wenn überhaupt, nur die USA und Russland
stoppen. So wie es aussieht, geht es ihnen aber weniger um die vielen
Opfer, sondern vor allem darum, Gesicht und Einfluss zu wahren.
Anders ist nicht zu erklären, dass die diplomatischen Bemühungen zur
Eindämmung der Krise schon wieder stocken. Perversion herrscht nicht
nur im Kriegsgebiet, sondern auch am Verhandlungstisch.
Uwe Westdörp
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 16.09.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 945767
Anzahl Zeichen: 1746
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 221 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Syrien"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Alison Bechdel, Comiczeichnerin und Schöpferin des "Bechdel-Tests", staunt über die Wirkung ihrer Prüfmethode für Sexismus im Kino: "Das verstehe ich selbst nicht. Anfang der 2000er-Jahre kam das im Internet auf. Da habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass junge, feministische Filmst
AfD-Politiker Hohm fordert mehr Kompromissbereitschaft der Partei / Generation-Deutschland-Chef beklagt zu viel "Dagegen-Sein" und fordert mehr inhaltliche Konzepte für mögliche Regierungs ...
Osnabrück. Im Vorfeld des Bundesparteitages hat der AfD-Nachwuchschef Jean-Pascal Hohm eine mangelnde inhaltliche Tiefe seiner Partei in den sozialen Netzwerken beklagt. "Wir als AfD sagen noch viel zu häufig nur, wogegen wir sind, und spitzen da extrem zu", sagte der Chef Nachwuchsorga
Grünen-Chefin Brantner kritisiert neue Reformpläne: "Das ganze Paket ist mutlos" / Brantner wirft Regierung "Schmalspurreform" bei Einkommensteuer vor - Lob für härtere Linie g ...
In der Debatte um die anstehenden Reformen kritisiert Grünen-Chefin Franziska Brantner die jüngsten Koalitionsbeschlüsse scharf und wirft der Regierung Mutlosigkeit vor. "Die wichtigsten Fragen bleiben offen: Wie schaffen wir den Wohlstand von morgen? Womit verdienen wir in der Zukunft Geld
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Kriminalität ...
Respekt vor so viel Beharrlichkeit Mord verjährt nicht. So steht es im Strafgesetzbuch. Für Täter mag das eine Drohung sein und für die Angehörigen der Opfer ein Versprechen. Für die Polizei aber ist es ein Auftrag. Und den haben die Ermittler im Fall Christina vorbildlich erfüllt. Eine
Neue OZ: Kommentar zu Bayern-Wahl ...
Probleme im Endspurt Der Wahlsieg der CSU in Bayern war gestern, im Endspurt vor der Bundestagswahl blicken sämtliche Parteien nur noch nach vorn. Dies gilt vor allem für die FDP. Doch auch wenn bei den Liberalen derzeit alles nach einer Zitterpartie aussieht, dürfte ihr erneuter Einzug i
Südwest Presse: Kommentar zu LEIHSTIMMEN ...
Der Absturz der FDP in Bayern hat bei der Bundespartei Panik ausgelöst. Nun suchen die Liberalen ihr Heil in einer Zweitstimmenkampagne, die beweist, dass sie nicht daran glauben, aus eigener Kraft über die Fünf-Prozent-Hürde zu kommen. Bedenkt man, dass die FDP vor vier Jahren bei 14,6 Proze
BERLINER MORGENPOST: Noch fünf Tage bis zur Entscheidung - Leitartikel von Jochim Stoltenberg ...
Alle Versuche der anderen Parteien auch am Tag danach, sich das bayerische Wahlergebnis im Hinblick auf den nächsten Sonntag schönzureden, schlugen fehl bis hin zur Peinlichkeit. Es bleibt dabei: Horst Seehofer und seine CSU bleiben die Triumphatoren, die einzigen Sieger der Landtagswahl, dem le




