Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Dokumentation von NS-Raubkunst und Beutekunst ist auch künftig gesichert
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Kulturstaatsminister Bernd Neumann: Dokumentation von NS-Raubkunst und Beutekunst ist auch künftig gesichert
Mit dem Beschluss setzt das Sitzland der Koordinierungsstelle als erstes Land die politische Einigung zwischen Bund und Ländern um, die NS-Raubkunst und Beutekunst auch künftig zu dokumentieren.
Dies sei ein wichtiger Schritt zur Sicherung dieser weiterhin aktuellen Aufgabe, erklärte Staatsminister Bernd Neumann: "Die Koordinierungsstelle ist ein herausragender Beitrag für die Umsetzung meines Anliegens, die Suche und Restitution von NS-Raubkunst zu verstetigen, zu intensivieren und zu professionalisieren. Gemeinsam mit der von mir eingerichteten und jährlich mit einer Million Euro ausgestatteten Arbeitsstelle für Provenienzrecherche/ -forschung ist die Koordinierungsstelle ein wichtiges Instrument, um für die Restitution von NS-Raubkunst faire und gerechte Lösungen zu finden. Als Geschäftsstelle der "Beratenden Kommission" ist sie ein wichtiger Ansprechpartner und das Bindeglied zwischen öffentlichen Einrichtungen und privaten Anspruchstellern. Ich begreife den klaren Konsens zwischen Bund und Ländern zur Koordinierungsstelle als deutliche Absage, in der Frage der NS-Raubkunst einen Schlussstrich zu ziehen."
Die Koordinierungsstelle bildet mit ihrer Datenbank unter www.lostart.de und mit ihren Weiterbildungsangeboten und mit ihren Publikationen die Grundlage für die Suche und Rückführung von Kulturgut, das in der Nazi-Zeit verfolgungsbedingt entzogen wurde, aber auch von Kulturgut, das kriegsbedingt verlagert worden ist.
Sie dokumentiert sog. NS-Raubkunst (NS-verfolgungsbedingt entzogene Kulturgüter) und sog. Beutekunst (kriegsbedingt verbrachte Kulturgüter). Momentan verzeichnet www.lostart.de über 110.000 detailliert und mehrere Millionen summarisch beschriebene Kulturgüter von über 1.000 in- und ausländischen Einrichtungen und Personen. Die Koordinierungsstelle ist zudem Geschäftsstelle für die Beratende Kommission im Zusammenhang mit der Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogener Kulturgüter, insbesondere aus jüdischem Besitz. Schließlich wird sie künftig im Auftrag von Bund und Ländern national wertvolles Kulturgut zentral über das Internet dokumentieren. Die Koordinierungsstelle wurde 1994 in Bremen gegründet.
Sie ist seit 2001 beim Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt in Magdeburg angesiedelt und wird von Bund und Ländern finanziert.
Weitere Informationen unter: www.lostart.de
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Datum: 09.06.2009 - 17:11 Uhr
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