Neue OZ: Kommentar zu Musikergehalt
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Sie gelten als die Spitzenverdiener im deutschen Theatergefüge:
die Musiker der rund 130 öffentlich finanzierten Sinfonieorchester.
Und jetzt fordern sie acht Prozent mehr Geld? Ja, und das ist richtig
so. Denn nicht das Musikergehalt ist das Problem. Das Problem ist die
miserable Bezahlung am Theater, vom Schauspieler über den Tänzer bis
zur Pressesprecherin.
Diese Mitarbeiter werfen ihre Leidenschaft in die Waagschale,
opfern Privatleben, widmen ihre ganze Existenz der Bühne mit dem
Anspruch, möglichst gutes Theater, möglichst guten Tanz, möglichst
gute Oper zu realisieren. Abend für Abend, Tag für Tag.
Die Musiker sind dabei die Einzigen, die einigermaßen angemessen
entlohnt werden - wenn sie das Glück haben, innerhalb des
Tarifsystems eingestellt zu sein. Und wenn man abzieht, welche
Vorleistung jemand erbringen muss, um überhaupt einen Stuhl in den
Orchesterreihen zu ergattern: Wer Profimusiker werden will, muss von
früher Jugend an ebenso hart und ausdauernd üben wie ein angehender
Fußballprofi.
Im Unterschied zu dem muss sich aber ein Orchestermusiker sein
Arbeitsgerät selbst kaufen - und da werden fünf- bis sechsstellige
Beträge fällig. Und das alles, um dem Publikum Genuss zu bereiten.
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 25.09.2013 - 22:00 Uhr
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