NABU: Aktueller Weltklimabericht gibt keinen Anlass zur Entwarnung
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NABU: Aktueller Weltklimabericht gibt keinen Anlass zur Entwarnung
Tschimpke: Neue Bundesregierung muss Klimaschutz wieder Priorität einräumen
Berlin - Angesichts des aktuellen Berichts des Weltklimarates IPCC fordert der NABU von der neuen Bundesregierung mehr Priorität für den Klimaschutz. In dem Bericht werden die neuesten Erkenntnisse der Klimaforschung seit 2007 zusammengestellt. "Wer auf Entwarnung beim Treibhauseffekt gehofft hat, wird enttäuscht. Der Mensch ist eindeutig für den bereits stattfindenden Klimawandel verantwortlich. Auch wenn die Erwärmung der Landflächen zeitweise langsamer vorangeht, so sind die Auswirkungen des ungebremsten CO2-Anstiegs in der Atmosphäre drastischer als bislang angenommen", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke.
Vor allem der Anstieg des Meeresspiegels und die Versauerung des Meerwassers durch den Eintrag von Kohlendioxid wurden in der Vergangenheit unterschätzt. Sollte sich dadurch der Säuregehalt der Meere bis Ende des Jahrhunderts stärker erhöhen als in den letzten 20 Millionen Jahren, verlieren insbesondere kalk- und schalenbildende Tiere wie Korallen, Schnecken und Muscheln - auch in der Nord- und Ostsee - ihre Lebensgrundlage.
Ein ungebremster Klimawandel hätte zudem verheerende Folgen für die Volkswirtschaften in Deutschland und Europa. "Aktiver Klimaschutz bietet mehr Chancen als Risiken. Die künftige Bundesregierung muss daher die Energiewende auch im Hinblick auf die größere Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen, weniger Umwelt- und Gesundheitsbelastungen sowie neue Arbeitsplätze verlässlich fortführen", forderte Tschimpke. Ein grundlegender Neustart des europäischen Emissionshandels sei längst überfällig und eine schnelle Einigung auf verbindliche Klima- und Energieziele in der EU bis 2030 unverzichtbar.
Die wichtigste Botschaft des neuen Weltklimaberichts sei aber, dass eine Begrenzung des globalen Temperaturanstiegs um maximal zwei Grad weiterhin möglich ist. "Bei der kommenden Weltklimakonferenz in Warschau muss die internationale Staatengemeinschaft zeigen, wie sie umsteuern will. Ziel muss es sein, den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase wirksam zu verringern", forderte NABU-Klimaexpertin Tina Mieritz. Neben dem sparsameren und intelligenten Einsatz knapper Ressourcen müsse vor allem der naturverträgliche Umstieg auf erneuerbare Energien weltweit entschlossen vorangebracht werden. Außerdem müssen Ökosysteme wie Wälder und Moore geschützt werden, die eine wichtige Funktion als CO2-Speicher haben und zugleich Lebensraum für viele Arten bieten.
Für Rückfragen:
Tina Mieritz, NABU-Klimaexpertin, Tel. 030-284984-1611
Im Internet zu finden unter www.NABU.de/energie
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Tina Mieritz, NABU-Klimaexpertin, Tel. 030-284984-1611
Im Internet zu finden unter www.NABU.de/energie
Datum: 26.09.2013 - 11:51 Uhr
Sprache: Deutsch
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