Dirk Niebel zum Bericht des Welt­klima­rats: 'Klima­wandel trifft vor allem die Ärms­ten d

Dirk Niebel zum Bericht des Welt­klima­rats: 'Klima­wandel trifft vor allem die Ärms­ten der Armen'

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Dirk Niebel zum Bericht des Weltklimarats: "Klimawandel trifft vor allem die Ärmsten der Armen"



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Berlin - Daran ist nicht zu rütteln: Die Erde erwärmt sich mehr und mehr, und mit großer Sicherheit ist diese Veränderung vor allem von Menschenhand verursacht. Zu diesem Ergebnis kommt der erste Band des fünften Sachstandsberichts des Weltklimarates, IPCC, der heute veröffentlicht wurde.

Die Hauptursache der globalen Erwärmung ist die Konzentration von Treibhausgasen, insbesondere Kohlendioxid, in der Atmosphäre. Sie ist heute so hoch wie nie zuvor in den vergangenen 800.000 Jahren. Dies hat zu einem signifikanten Anstieg der globalen Oberflächentemperatur und des Meeresspiegels seit Beginn des letzten Jahrhunderts geführt. Gletscher schmelzen rapide, Permafrostböden tauen, Eisschilde werden kleiner. In einigen Weltregionen nimmt die Häufigkeit von Wetterextremen wie Hitzewellen zu.

"Gerade die ärmeren Bevölkerungsgruppen in Entwicklungsländern leiden unter den Auswirkungen des Klimawandels. Erfolge in der Entwicklungszusammenarbeit sind bedroht. Es ist daher besonders wichtig, dass wir gemeinsam mit unseren Partnerländern Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel sowie zur Verringerung von Treibhausgasen entwickeln. Die Entwicklungsländer brauchen dabei finanzielle und technische Unterstützung. Klimaschutz und Anpassung an den Klimawandel sind deshalb ein zentrales Arbeitsfeld der deutschen Entwicklungszusammenarbeit", sagt Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel.

Sofern die Weltgemeinschaft nicht handelt und es bei einem ungebremsten Ausstoß von Treibhausgasen bleibt, werden die Veränderungen des Klimasystems zunehmen. Besonders betroffen von der Erwärmung sind neben Ländern wie den USA und Russland vor allem Entwicklungs- und Schwellenländer im nordwestlichen und südlichen Afrika, im Herzen Südamerikas, auf der arabischen Halbinsel und in den nördlichen Teilen Asiens. Sie müssen sich bis Ende des Jahrhunderts auf Temperaturanstiege von plus fünf bis sieben Grad Celsius einstellen. Das stellt die Entwicklungszusammenarbeit vor neue Herausforderungen.



Rund 90 Prozent der deutschen, öffentlichen Finanzierung für Klimaschutz in Entwicklungsländern stammt aus dem Haushalt des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Allein 2013 stellt das BMZ Partnerländern rund 1,5 Milliarden Euro für die Klimazusammenarbeit zu Verfügung.

"Die Ergebnisse des IPCC-Berichts machen zwei Punkte besonders deutlich", so Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel. "Zum einen zeigen sie die Dringlichkeit eines ambitionierten und globalen Klimaschutzes. Zum anderen wird klar, dass sich die Entwicklungsländer immer stärker und noch für Jahrzehnte mit dem Klimawandel auseinandersetzen müssen. Dafür brauchen sie unsere Unterstützung - und wir dürfen auch künftig in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, denn das hätte unabsehbare Folgen, gerade für die Ärmsten der Armen."

Der Weltklimarat, Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC), ist eine Institution der Vereinten Nationen. In seinem Auftrag tragen Wissenschaftler weltweit den aktuellen Stand der Klimaforschung zusammen und bewerten anhand anerkannter Veröffentlichungen den jeweils neuesten Kenntnisstand zum Klimawandel. Die Sachstandsberichte des Weltklimarates bestehen aus drei Bänden. Der zweite Band beschäftigt sich mit den Folgen des Klimawandels und Anpassungsfragen. Der dritte Band stellt Optionen zur künftigen Eingrenzung des Klimawandels dar. Band 2 und 3 werden voraussichtlich im Frühjahr 2014 veröffentlicht.


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Datum: 27.09.2013 - 14:21 Uhr
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