Der letter of intent
ID: 952801

(PresseBox) - Wenn zwei Vertragspartner einen Vertrag schließen, dann ergeben sich aus dem Vertrag ihre Leistungspflichten. Oftmals dauern die Vertragsverhandlungen aber lange Zeit ? auch in diesem vorvertraglichen Schuldverhältnis gibt es viel zu tun:
Wenn die beiden potentiellen Vertragspartner verhandeln, dann begeben sie sich damit in ein vorvertragliches Schuldverhältnis. Das heißt, dass es jetzt zwar noch keine vertraglichen Pflichten gibt, aber trotzdem gibt es zumindest gewisse Rücksichtnahme- oder Aufklärungspflichten.
Es gibt zwei Konstellationen, in denen sich die beiden Verhandlungspartner (ggf. auch unbewusst) aneinander binden:
1.) Der Letter of intent
Wie das Wort schon vermuten lässt, handelt es sich bei dem Letter of intent nicht um ein deutsches Rechtsinstitut. Im deutschen Recht ist der Letter of intent grundsätzlich eine unverbindliche Absichtserklärung, künftig einen Vertrag schließen zu wollen.
Wollen die beiden Verhandlungspartner sich schon vorher verpflichten, später einen Vertrag zu schließen, dann können sie das freiwillig natürlich auch vereinbaren.
Bei einem als verbindlich vereinbarten Letter of intent muss aber das Problem bedacht werden, was man macht, wenn man sich über die für den späteren Vertrag erforderlichen Details nicht einigen oder es aus anderen Gründen dann doch nicht zum Vertragsschluss kommen kann.
2.) Vertrauen auf den Vertragsschluss
Wenn sich die Verhandlungspartner aber nicht ausdrücklich verbindlich an sich binden, kann es aber trotzdem passieren, dass man sich schadenersatzpflichtig macht, wenn man den Vertrag nachher nicht schließt: Darf sich der Verhandlungspartner aufgrund der Umstände darauf verlassen, dass der Vertrag geschlossen wird und verhindert der andere dann den Vertragsschluss, dann macht er sich schadenersatzpflichtig.
Ein Beispiel:
Die Vertragsdetails sind ausgehandelt, es fehlt nur noch die Unterschrift bzw. die Bestätigung des einen Vertragspartners. Der aber hält den anderen dauernd hin, weil er heimlich noch mit einem anderen potentiellen Anbieter verhandelt. Entscheidet er sich dann plötzlich für den anderen Anbieter, kann der enttäuschte Verhandlungspartner Schadenersatz (z.B. entgangenen Gewinn) verlangen, wenn er vom Vertragsschluss ausgehen durfte. Um das zu vermeiden, müsste man also stets dazu sagen, dass man noch mit anderen Konkurrenten verhandelt.
Thomas Waetke
Rechtsanwalt
Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht
Schutt, Waetke Rechtsanwälte & Fachanwälte - IT-Recht, Veranstaltungsrecht, Urheberrecht
Wir sind hoch spezialisiert auf die Bereiche Veranstaltung & Event, IT & Internet und Urheber & Medien.
Wir vertreten bundesweit Mandanten aus allen Branchen, insbesondere aber aus der Event-, IT- und Medienbranche.
Timo Schutt - Fachanwalt für IT-Recht, Dozent
Thomas Waetke - Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Dozent & Buchautor
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Schutt, Waetke Rechtsanwälte & Fachanwälte - IT-Recht, Veranstaltungsrecht, Urheberrecht
Wir sind hoch spezialisiert auf die Bereiche Veranstaltung & Event, IT & Internet und Urheber & Medien.
Wir vertreten bundesweit Mandanten aus allen Branchen, insbesondere aber aus der Event-, IT- und Medienbranche.
Timo Schutt - Fachanwalt für IT-Recht, Dozent
Thomas Waetke - Fachanwalt für Urheber- und Medienrecht, Dozent & Buchautor
Datum: 27.09.2013 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 952801
Anzahl Zeichen: 3137
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Karlsruhe
Kategorie:
Vermischtes
Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Der letter of intent"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Schutt, Waetke - Rechtsanwälte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg (LfDI), Dr.?Stefan Brink, hat 2019 als das Jahr der Kontrollen angekündigt, nachdem der Schwerpunkt der Tätigkeit der Datenschutzbehörde bisher auf der Beratung lag. Brink, will nach einem aktuellen Intervi
Cookies: Deutsche Opt-Out-Regel verstößt gegen EU-Recht ...
Fast alle Webseiten verwenden Cookies. Cookies sind dazu da, den Nutzer wiederzuerkennen und das Surfen auf einer Website zu erleichtern. Durch die Verwendung von Cookies ist es beispielsweise möglich, dass Nutzer ihre Zugangsdaten nicht bei jedem Besuch einer Website neu eingeben müssen oder, das
DSGVO: Bußgeld gegen früheren Juso-Landeschef ...
Spannende Frage: Inwieweit darf innerhalb einer Partei die Liste der Delegierten eines Parteitages weitergegeben werden? Die Frage berührt die innerparteiliche Transparenz und damit letztlich auch den demokratischen Diskurs. Politische Parteien sind in Deutschland als Vereine organsiert und unterli
Weitere Mitteilungen von Schutt, Waetke - Rechtsanwälte
Weihnachtsfeierzauber in Hamburg: Dinnershows, die begeistern / Firmenweihnachtsfeiern zum Pauschalpreis in Hamburg-Bahrenfeld ...
Zwei Dinnershows der besonderen Art finden vom 29. November bis zum 21. Dezember auf der Bahrenfelder Trabrennbahn statt: Die MHB Gastronomie Consulting GmbH spricht mit ihren beiden Events, dem Weihnachtsfeiercircus und Giganten Live in Concert, in erster Linie Unternehmen an, die ihre Belegscha
Neue Töne mit Sequenza 5 bei MDS PAtec ...
Insgesamt zwölf Topteile Sequenza 5W und zwei Flugbässe 5B inklusive Flugzubehör sind als Neuzugang beim renommierten Münchner Eventtechnik-Dienstleister angekommen und können ab sofort gebucht werden. Das Sequenza 5 Line-Array wird durch das Kling & Freitag Systemrack angetrieben, bestehen
Fremde Welt Nox ? neues Buch entführt junge Leser in eine märchenhafte, friedfertige Welt ...
Sven Icy Kuschmitz eröffnet in seinem Buch "Fremde Welt Nox" einen Reigen von Kurzgeschichten, die lose durch die Protagonisten zusammengehalten werden. In diesen Geschichten wird unser Alltagsgeschehen auf der Erde ins Märchenland, in eine friedfertige Gesellschaft im Feenreich, verlage
Europäische Webplattform informiert über Kupfer ...
Bereits seit 2012 zeigen ein neues Logo und die Marke ?Copper Alliance? visuell, dass das Deutsche Kupferinstitut in ein globales Kupfernetzwerk eingebunden ist. Nun haben die elf europäischen Kupferinstitute und das European Copper Institute (ECI) in Brüssel eine mehrsprachige europäische Webp




