Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention fordert qualifizierte Fortbildungsprogramme zur Bewusstseinsbildung
ID: 953763
UN-Behindertenrechtskonvention hat Fortbildungsprogramme für
Verwaltung und Gerichtsbarkeit in Bund und Ländern zum Thema
Behinderung gefordert. "Bei staatlichen Stellen ist weiterhin großer
Fortbildungsbedarf in Sachen UN-Behindertenrechtskonvention zu
erkennen", erklärte Valentin Aichele, Leiter der Monitoring-Stelle
zur UN-Behindertenrechtskonvention, anlässlich der Veröffentlichung
der Publikation "Barrieren in den Köpfen abbauen! Bewusstseinsbildung
als Verpflichtung" am 30. September in Berlin. "Viele Menschen,
gerade auch in staatlichen Stellen, haben nach wie vor Vorurteile und
stereotype Vorstellungen über Menschen mit Behinderungen, die die
Umsetzung von Inklusion behindern", sagte Aichele. Eine inklusive
Gesellschaft könne nur gelingen, wenn das Bewusstsein für Würde und
Rechte von Menschen mit Behinderungen staatlich wie gesellschaftlich
von allen getragen werde. Bewusstseinsbildende Maßnahmen, die auf die
Überwindung der "Barrieren in den Köpfen" zielten, seien nach der
UN-Behindertenrechtskonvention eine staatliche Verpflichtung, so
Aichele weiter.
"Die Menschenrechtsbildung bietet auch für die Rechte von Menschen
mit Behinderungen große Chancen. Dies haben staatliche Stellen noch
nicht hinreichend erkannt", erklärte Sandra Reitz, Leiterin der
Abteilung Menschenrechtsbildung im Deutschen Institut für
Menschenrechte. Die UN-Behindertenrechtskonvention sei für die
Menschenrechtsbildung ein wesentlicher Bezugspunkt für
unterschiedliche Sensibilisierungs-, Aus- und Fortbildungsprogramme.
"Der Menschenrechtsbildung kommt für die Umsetzung der
UN-Behindertenrechtskonvention eine wichtig Rolle zu", unterstrich
Reitz.
Die Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention,
eingerichtet im unabhängigen Deutschen Institut für Menschenrechte in
Berlin, hat gemäß der UN-Behindertenrechtskonvention den Auftrag, die
Rechte von Menschen mit Behinderungen zu fördern und zu schützen
sowie die Umsetzung der Konvention in Deutschland zu überwachen.
Das Deutsche Institut für Menschenrechte arbeitet gemäß seinem
parlamentarischen Auftrag seit Bestehen zum Thema
Menschenrechtsbildung. Für diese Aufgabe gibt es eine eigene
Abteilung.
Die neue Ausgabe aus der Publikationsreihe "Positionen" der
Monitoring-Stelle widmet sich dem Thema "Barrieren in den Köpfen
abbauen! Bewusstseinsbildung als Verpflichtung".
Positionen Nr. 8: http://ots.de/6hA7R
Pressekontakt:
Bettina Hildebrand, Pressesprecherin
Telefon: 030 25 93 59 - 14
E-Mail: hildebrand@institut-fuer-menschenrechte.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 30.09.2013 - 11:40 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 953763
Anzahl Zeichen: 2927
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Menschenrechte
Diese Pressemitteilung wurde bisher 213 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Monitoring-Stelle zur UN-Behindertenrechtskonvention fordert qualifizierte Fortbildungsprogramme zur Bewusstseinsbildung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsches Institut für Menschenrechte (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Zum heute im Bundeskabinett beschlossenen Gesetzentwurf zur Stärkung der strafrechtlichen Verfolgung des Menschenhandels und der sexuellen Ausbeutung sowie zur Umsetzung der Richtlinie (EU) 2024/1712 erklärt Naile Tanis, Leiterin der Berichterstattungsstelle Menschenhandel des Deutschen Instituts
Presseeinladung: Menschenrechte als Kompass - 25 Jahre Deutsches Institut für Menschenrechte / Veranstaltung am 22. April 2026 | 16:00 - 19:00 Uhr | Berlin (Futurium) ...
Rechtsstaatlichkeit, staatliche Handlungsfähigkeit und eine lebendige Zivilgesellschaft stehen vor erheblichen Herausforderungen. Zugleich sind sie die tragenden Säulen einer freiheitlichen Demokratie. Wie können sie unter veränderten politischen, gesellschaftlichen und internationalen Rahmenbed
Deutschland muss endlich barrierefrei werden ...
Seit dem 26. März 2009 ist die UN-Behindertenrechtskonvention in Deutschland in Kraft und sichert Menschen mit Behinderungen ihre Rechte zu. Doch bei der Umsetzung bleibt viel zu tun. Das Deutsche Institut für Menschenrechte fordert deshalb von Politik und Wirtschaft mehr Einsatz für Barrierefrei
Weitere Mitteilungen von Deutsches Institut für Menschenrechte
Zum 1. Oktober 2013 - Internationaler Tag derÄlteren / Deutsches Institut für Menschenrechte fordert eigene Konvention zum Schutz der Rechte älterer Menschen ...
Seit 1990 würdigen die Vereinten Nationen am 1. Oktober die älteren Menschen und ihren Beitrag für das gesellschaftliche Zusammenleben. Aus Anlass des Internationalen Tages der Älteren stellt das Deutsche Institut für Menschenrechte seine neue Studie "Menschenrechte: Keine Frage des Alt
Institut begrüßt aktuelle Initiativen zur Stärkung des Menschenrechts auf Datenschutz ...
Anlässlich der 35. Internationalen Konferenz der Datenschutzbeauftragten, die gegenwärtig in Warschau stattfindet, begrüßt das Deutsche Institut für Menschenrechte die jüngsten Initiativen zur Stärkung des Menschenrechts auf Datenschutz. Bereits in der letzten Woche appellierte der Botsch
Kritik unerwünscht - Pressegespräch zur Situation von Journalisten in der Türkei ...
Journalisten arbeiten in der Türkei in einem Klima ständiger staatlicher Einschüchterung. Hunderte werden mit Gerichtsverfahren überzogen. Dutzende sitzen im Gefängnis, viele von ihnen ohne Gerichtsurteil. Die meisten werden wegen ihrer Arbeit für kurdische Medien als vermeintliche Mitglie
Frau und Recht: Was der „Arabische Frühling“ bewegen kann – ...
Ägypten, Libyen, Tunesien und Jemen: dort verändern sich die politischen Verhältnisse in den letzten Monaten und Jahren rasant, grundlegend und teils dramatisch – auch und gerade für Frauen. Der sogenannte „Arabische Frühling“ birgt große Risiken, aber auch Chancen für die Frauen in die




