Friedhelm Lammoth: Print gehört nicht an den Katzentisch des Marketing

Friedhelm Lammoth: Print gehört nicht an den Katzentisch des Marketing

ID: 953892

Agenturchef plädiert beim "Treffpunkt Briefkasten" für dialogorientiertes (Zukunfts-) Marketing mit Print als Eintrittskarte ins Web



(firmenpresse) - Angekündigt wurde Friedhelm Lammoth am 2. WVO-Expertenforum "Treffpunkt Briefkasten" am 18. September 2013 in Neuwieds Food Hotel als "Markenzeichen und Vordenker des modernen Dialogmarketing". Moderator Paul Johannes Baumgartner (Antenne Bayern) hatte den über 150 Teilnehmern damit keineswegs zu viel versprochen: Beim Branchentreff der Haushaltwerber in Europas erstem Supermarkt-Themenhotel setzte der Schweizer Agenturchef und Ehrenpräsident des Deutschen Dialogmarketing Verbandes DDV die inhaltlichen Akzente und machte seinem Ruf als wortgewaltiger Fürsprecher des crossmedialen Kundendialogs alle Ehre.

Kein Mensch bestreite - so Lammoth in Neuwied - dass sich unsere Wirklichkeit zunehmend in der digitalen Welt abspiele. Als Basisinnovation sprenge und verändere das Internet einfach alles. Und Megatrends seien wie Lawinen in Zeitlupe: Sie würden alles mitreißen und ihre Konsistenz hätte eine durchschnittliche Haltbarkeit von 30 bis 50 Jahren.

Trotzdem hält Lammoth es für einen fatalen Irrtum, wenn Wirtschaft und Werbung nur noch auf Online setzen und warnt vor dem Tunnelblick im Marketing, bei der vor lauter Euphorie vergessen würde, dass die Welt sowohl aus einer Online- als auch aus einer Offline-Hemisphäre bestehe. Auch das Internet sei ein Markt mit klaren Grenzen und die digitale Welt nur die halbe Realität. Natürlich müsse man auf das veränderte Einkaufsverhalten reagieren und die Marketingbudgets neu justieren. Aber spätestens wenn die Wachstumskurven im Internet ihren Zenit erreicht hätten, sei die Frage zu stellen, ob die Richtung, in die alle laufen, wirklich richtig sei? Ob man nicht einer Banalisierung der Werbewirkung das Wort rede, wenn Controller nur die Werbekontakte zählen würden, die im Internet so leicht zu messen und so viel günstiger sind, als in traditionellen Medien? Und ob man nicht eine Milchmädchenrechnung aufmache, wenn Digitalvermarkter mit immer höheren Rabatten lockten, während an der Preisschraube für Print kaum mehr zu drehen sei?



In seinem mitreissenden Plädoyer für crossmediales, kundenorientiertes Marketing wies Lammoth darauf hin, dass der Klebstoff zum Kunden heute viel breiter aufgetragen werden müsse, weil das Internet nicht ausreiche, um ihm auf den Fersen zu bleiben: "Ich sehe kommen, dass alle, die jetzt den Offline-Dialog vernachlässigen ihre Kunden bald nicht mehr binden oder begeistern, sondern nur noch be-spassen können." Print sei optimal geeignet, so der St. Galler Agenturchef, intensive Bezugssysteme herzustellen, um ergänzend zur Flüchtigkeit der Online-Medien möglichst langfristige Interessengemeinschaften zwischen Anbieter und Kunde herzustellen. Das gelte vor allem bei Hochpreisprodukten, wo es in erster Linie auf Inhalte und weniger auf Funktionalitäten ankomme und die Devise lauten müsse: Nicht schneller wissen, sondern intensiver erleben.


Es sei ein fataler Irrtum, Print am Katzentisch der Werbung zu platzieren. Denn während Online-Medien von fünf Sinnen nur gerade zwei ansprechen könne, wären Mailing und Haushaltwerbung mit ihrem stärkeren emotionalen Aktivierungspotenzial in der Lage, alle fünf Sinne zu bedienen. Sehen - Hören - Fühlen - Schmecken - Riechen - seien Schüsse, die direkt ins Gehirn gingen und dort auf einer Art Sinnesrekorder aufgenommen und abgespeichert würden. Ausserdem, so die Argumentation von Lammoth, würden die Leser von Print mit Texten anders umgehend, als die Nutzer des Internets, weil die Lesegeschwindigkeit von Papiertexten um 25-30 Prozent höher sei, als die von Bildschirmtexten, was nicht nur die stärkere Ursprungswirkung, sondern auch die längere Halbwertszeit erklären würde.

Print ist für Lammoth ausserdem die Eintrittskarte ins Web. Mit dem Argument, dass die digitale Welt auch im Marketing keine reale Bedeutung entfachen kann, wenn sie nicht in der analogen Welt verankert ist. Und mit der Vision, dass es auch im Printbereich jenseits von One-to-One noch eine viel interessantere - ökonomische - Dimension eines individualisierten Massenmarktes gibt. "Denn Werbung", so Lammoth, "wird besonders effizient, wenn sie sich verselbstständigt und dem One-to-Some Prinzip der Nachrichtenverbreitung folgt. Und die Inszenierung eines Schwarms zeigt erst, welches Potenzial in den Menschen, der Branche, in Medien und in den Märkten steckt."

"Kunden", so Lammoth abschliessend in Neuwied, "wollen nicht die totale Kommunikation. Sie wollen eine, die ihrer Stimmungslage entspricht. Und sie denken nicht in Kanälen, sondern sie denken in Wünschen, Träumen und Hoffnungen. So individuell wie die Lebensziele der Kunden sind, so individuell müssen Kampagnen in Zukunft konzipiert sein. Im übrigen ist Marketing nur ein Wort und kein Glaubensbekenntnis. Kundenorientierung dagegen eine Geisteshaltung. Frei nach der Lebensmaxime des Genfer Zigarrenkönigs Zino Davidoff: Wir haben nie Marketing gemacht. Wir haben immer nur unsere Kunden geliebt."

Das vollständige Vortrags-Manuskript steht als kostenloses pdf zur Verfügung - bitte per E-Mail anfordern bei: f.lammoth@lammoth.ch
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Werbeagentur für Dialogmarketing und Online-PR



PresseKontakt / Agentur:

Lammoth Mailkonzept Werbeagentur
Friedhelm Lammoth
Rötelistrasse 16
9000 St. Gallen
f.lammoth(at)lammoth.ch
+4171 2776252
http://www.lammoth.ch



drucken  als PDF  Haus.Bau.Energie: Aussteller loben Qualität der Besucher
Bereitgestellt von Benutzer: Adenion
Datum: 30.09.2013 - 13:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 953892
Anzahl Zeichen: 5311

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Friedhelm Lammoth
Stadt:

St. Gallen


Telefon: +4171 2776252

Kategorie:

Marketing & Werbung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 393 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Friedhelm Lammoth: Print gehört nicht an den Katzentisch des Marketing"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Lammoth Mailkonzept Werbeagentur (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Frosch geküsst - Gold gewonnen: Braucht die Welt Kreativpreise? ...
Der russische Physiologe Iwan Petrowitsch Pawlow experimentierte vor hundert Jahren mit Hunden, denen er Futter zeigte, was er vorher durch Klingeln an einer Glocke ankündigte. Nach wenigen Versuchen lief den Hunden schon das Wasser aus dem Maul, sobald die Glocke läutete. Sie verknüpften diese T

Friedhelm Lammoth über "Egonomics": Marketing im Selfie-Modus für die ich-bezogene Wirtschaft ...
// Die neuen Konsumenten der Ich-Generation sprengen den ökonomischen Regelkreis: Small is beautiful. Absatzmärkte zersplittern in immer kleinere, untereinander inhomogene Einheiten. Massgeschneiderte Qualität und kundenindividuelle Produktarchitektur mit Self-Design und Self-Fashioning werden im

Friedhelm Lammoth über Kundenorientierung: Sagen Sie bloss, SIE mögen Ihre Kunden???! ...
// Trotz verbaler Bekenntnisse zu Kundenorientierung und Kundendialog hat man heute manchmal den Eindruck, dass die meisten Unternehmen nichts so sehr fürchten, wie den unverschämten, massenhaft rumlungernden Privatkunden, der nichts bringt. Kaum Kohle auf dem Konto, zur Miete wohnen, kein Onlineb


Weitere Mitteilungen von Lammoth Mailkonzept Werbeagentur


Energie für den Vertrieb und Ihre Gesundheit ! REICO geht auf Roadshow. ...
Jetzt geht Konrad Reiber, Inhaber und Geschäftführer der Reico & Partner Vertriebs GmbH auf Roadshow. Unter dem Motto "Energie für den Vertrieb und Ihre Gesundheit!" können Sie es live und aus erster Hand erleben, wie Konrad Reiber mit Gastredner Edgar K. Gefroy Ihnen die Energie

"Enjoy your life" in Acryl,Öl und Ton ...
Bilder voller Leben und Freude, die den Betrachter auf eine Reise mitnehmen, bei der die Fantasie keine Grenzen kennt, der Spielraum und das Reiseziel gleichwohl aber klar abgesteckt sind. Seit Freitag sind die Werke der Münchner Künstlerin Karin Höfling im Atrium der WITTENSTEIN AG in Igersheim

Haus.Bau.Energie: Aussteller loben Qualität der Besucher ...
Thüringens Häuslebauer schätzen "ihre" Baumesse. Die Aussteller wiederum schätzen vor allem die Qualität der Messebesucher, die gut informiert und vorbereitet auf die Veranstaltung gekommen seien, so eine aktuelle Umfrage auf der 13. Haus.Bau.Energie, die am 29. September 2013 erfolg

1. A³ Immobilienkongress Wirtschaftsraum Augsburg ...
Der 1. A³ Immobilienkongress lieferte viele Ansatzpunkte für eine Weiterentwicklung des Immobilienstandorts. Fazit: Das Potential ist vorhanden; im Marketing mit Pfunden wuchern; Markt-Transparenz schaffen; Plattformen für den Austausch etablieren; gemeinsame Projekte vorantreiben. Am 23


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z