Arbeitskreis XXL-Produkte bringt Industrie und Wissenschaft zusammen
Nächstes Treffen am 5. November: Interessierte Unternehmen können sich noch anmelden

(PresseBox) - Wie werden Offshore-Windanlagen im Meeresboden verankert? Wie schmiedet man Bauteile, die zu groß sind für eine herkömmliche Schmiedepresse? Und lassen sich Flugzeuge eines Tages genauso effizient am Fließband herstellen wie Autos? Mit diesen Fragen beschäftigen sich die Mitglieder des Arbeitskreises XXL-Produkte bei ihrem nächsten Treffen, das am Dienstag, 5. November, von 9 bis 16.30 Uhr in Bremerhaven stattfindet. Interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen können sich noch bis Freitag, 25. Oktober, anmelden.
Gastgeber des Arbeitskreistreffens ist diesmal die Firma Weserwind, organisiert wird die Veranstaltung vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH). Unter dem Titel "Innovative Fertigungskonzepte für XXL-Produkte" diskutieren die Teilnehmer beispielsweise über die Herstellung von Windkraftanlagen, Containerschiffen, Flugzeugen oder Tagebauanlagen.
Über die Serienproduktion von Gründungsstrukturen für Offshore-Windanlagen spricht Dr. Sigurd Weise von der WeserWind GmbH Offshore Construction Georgsmarienhütte. Das Unternehmen ist diesmal Gastgeber des Arbeitskreises und zählt zu den Experten auf dem Gebiet: In seiner Produktionsstätte in Bremerhaven werden Offshore-Gründungsstrukturen (Tripods und Jackets) in Serie gefertigt. Dabei handelt es sich um die Fundamente, mit denen Offshore-Windanlagen im Meeresboden verankert werden. Und nicht nur die Windanlagen selbst müssen sicher im Meer stehen, sondern beispielsweise auch die Umspann-Stationen, in denen der Strom, der vor der Küste erzeugt wird, in Hochspannung umgewandelt wird.
Beim Bau von Rotorblättern wird derzeit noch ein Großteil der Arbeitsschritte manuell durchgeführt. Wie die Herstellung abläuft, erläutert beim Arbeitskreistreffen Thomas Lang von der SINOI GmbH, einem Rotorblatthersteller aus Nordhausen. Lang spricht auch über Logistik und Automatisierung der Rotorblattherstellung. Darüber wollen die Arbeitskreis-Mitglieder anschließend branchenübergreifend diskutieren - denn ob Windrad, Flugzeug oder Frachtschiff: Bei vielen großskaligen Produkten haben die Hersteller das Ziel, die Produktion von der Handarbeit zur Fließfertigung zu verschieben und damit effizienter zu gestalten.
Ein weiteres Beispiel aus der Praxis stellt Andreas Gallinger von der Firma Dirostahl vor. Er spricht über das Freiformschmieden von XXL-Bauteilen und zeigt Bildfolgen. Aus wissenschaftlicher Sicht beleuchtet Florian Mach das Thema: Der Projektingenieur vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) spricht über Fließfertigung für XXL-Produkte.
Das IPH hat den Arbeitskreis XXL-Produkte im Jahr 2010 gegründet und damit ein überregionales Kooperationsnetzwerk geschaffen, das einen engen Dialog zwischen Wirtschaft und Wissenschaft ermöglicht. Zu den Mitgliedern zählen Hersteller und Zulieferer von großskaligen Produkten aus ganz unterschiedlichen Branchen sowie Forschungseinrichtungen, die sich mit XXL-Produkten beschäftigen - also beispielsweise mit Flugzeugen, Spezialfahrzeugen, Förderanlagen, Schiffen und Windkraftanlagen. Die Mitglieder des Arbeitskreises treffen sich zweimal jährlich, um über aktuelle Themen aus den XXL-Branchen zu diskutieren. So diskutieren sie beispielsweise über aktuelle technologische und organisatorische Herausforderungen und entwickeln gemeinsam Lösungsansätze.
Am Treffen teilnehmen können Hersteller und Zulieferer von XXL-Produkten sowie Forschungseinrichtungen, die sich aus wissenschaftlicher Sicht mit diesem Themenfeld beschäftigen. Interessierte Unternehmen und Institute können den Arbeitskreis kostenlos kennenlernen. Ab dem zweiten Treffen wird ein jährlicher Mitgliedsbeitrag erhoben.
Das nächste Arbeitskreistreffen findet am Dienstag, 5. November 2013, von 9 bis 16 Uhr bei der Weserwind GmbH in Bremerhaven statt. Am Vortag um 19 Uhr wird es ein gemeinsames Abendessen geben.
Anmeldungen zur Veranstaltung sind noch bis Freitag, 25. Oktober, unter www.xxlprodukte.net möglich. Ansprechpartner ist Aaron Bentlage vom Institut für Integrierte Produktion Hannover (Kontakt: akxxl@iph-hannover.de).
Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH ist ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik und wurde 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus gegründet. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.
Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 71 Mitarbeiter, 29 davon als wissenschaftliches Personal/ Berater (Stand: 31.12.2012).
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Institut für Integrierte Produktion Hannover (IPH) gemeinnützige GmbH ist ein Dienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik und wurde 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus gegründet. Das IPH bietet Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung rund um die Themen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung, Logistik und XXL-Produkte. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus den Branchen Werkzeug- und Formenbau, Maschinen- und Anlagenbau, Luft- und Raumfahrt und der Automobil-, Elektro- und Schmiedeindustrie.
Das Unternehmen hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 71 Mitarbeiter, 29 davon als wissenschaftliches Personal/ Berater (Stand: 31.12.2012).
Datum: 02.10.2013 - 12:54 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
Industrie
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