Neue OZ: Kommentar zu Schulvergleichstest
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Wer hätte das gedacht: Statt des bekannten Nord-Süd-Gefälles bei
einem Schulvergleichstest gibt es in Deutschland dieses Mal krasse
Ost-West-Unterschiede. Über die Gründe kann man lange spekulieren,
doch erst eine gründliche Auswertung der Studie wird weiterhelfen.
Sicher aber ist schon jetzt, dass ein klarer Zusammenhang zwischen
dem Anteil von Migranten in einem Land und den Ergebnissen besteht.
Hier bedarf es gerade in Zeiten des Fachkräftemangels einer
vermehrten individuellen Förderung, um den Benachteiligten zu helfen.
Auch der Stellenwert, den das Fach Mathematik und die
Naturwissenschaften in den Lehrplänen einnehmen, dürfte stark zum
Schulerfolg oder Misserfolg beitragen. Gut möglich, dass die
ostdeutschen Länder hier vorn liegen, weil sich gut qualifizierte
Lehrer zu DDR-Zeiten bewusst eine ideologiefreie Nische gesucht
haben.
Eine zentrale Rolle dürfte ebenfalls die Frage spielen, wie sehr
sich der Unterricht an der Praxis orientiert und in welchem Maße
Lehrer ihre Schüler experimentieren lassen.
Nun sind besonders die Bildungspolitiker aus den Ländern
gefordert, die schlecht abgeschnitten haben, zum Beispiel NRW, Bremen
und Hamburg. Sie müssen ihre politische Verantwortung wahrnehmen -
und von den Spitzenreitern lernen. Simple Forderungen nach mehr Geld
und mehr Personal greifen zu kurz. Gefragt sind vor allem die besten
Konzepte.
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Datum: 11.10.2013 - 22:00 Uhr
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