Neue OZ: Kommentar zu USA / Kunst / Auktionen
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Manchmal sind Luxuskarossen wie Kunstwerke, sie beeindrucken als
noble Solitäre und sind doch käufliche Dutzendware. Bei Warhols
Mercedes-Bild fallen diese Aspekte buchstäblich in eins. Der
Pop-Art-Klassiker hatte nicht erst mit diesem Bild die
Serienfertigung des Automobilbaus zum Prinzip seiner Kunst gemacht.
Das originale Bild ist selbst wieder nur Teil einer Serie der
Siebdrucke. Typisch Warhol. Und typisch Pop.
Deshalb erscheint es jetzt durchaus folgerichtig, dass die Daimler
Art Collection dieses Bild veräußert. Warhols Bild geht den Weg alles
Käuflichen. Wenn das bei diesem Bild plausibler erscheint als bei
anderen Kunstwerken, dann liegt das am Künstler selbst. Der hatte mit
seinen Serienfertigungen Markenkult und Käuflichkeit nicht nur
kritisiert, sondern auch vergöttert. Jeder Warhol schreit: Kauf mich,
bitte!
Stefan Lüddemann
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Datum: 14.10.2013 - 22:00 Uhr
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