WAZ: Thyssen-Krupp sieht Gefahren für Stahlstandort durch höhere EEG-Kosten
ID: 966119
Stahlstandorts Duisburg abhängig von den politischen Entscheidungen
zur Ökostromförderung. "Es gibt keine Pläne für einen Abschied von
der Stahlproduktion in Europa. Allerdings hängt viel auch vom Umfeld
und den politischen Weichenstellungen ab", sagte Vorstandschef
Heinrich Hiesinger der in Essen erscheinenden Westdeutschen
Allgemeinen Zeitung (WAZ, Dienstagausgabe). Mit Nachdruck forderte er
ein neues Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Allein die höhere
EEG-Umlage, die im nächsten Jahr von 5,3 auf 6,24 Cent pro
Kilowattstunde steigt, mache bei Thyssen-Krupp jährlich Zusatzkosten
in Höhe von 15 Millionen Euro aus. "Dabei hat unsere Stahlsparte nach
neun Monaten gerade mal 33 Millionen Euro als Ergebnis erzielt. Und
das, obwohl wir eine Härtefall-Regelung haben", sagte Hiesinger.
"Wenn wir die EEG-Umlage voll bezahlen müssten, hätten wir einen
Betrag von über 300 Millionen Euro zu zahlen. Damit wären wir tief in
den roten Zahlen."
Es sei unabdingbar, dass das Erneuerbare-Energien-Gesetz
überarbeitet werde, forderte der Thyssen-Krupp-Chef. "Wenn in Sachen
EEG die falschen Entscheidungen getroffen werden, entscheiden nicht
wir als Vorstand über die Zukunft von Steel Europe, sondern dann
entsteht eine Situation, in der uns die Entscheidung abgenommen
wird", sagte Hiesinger zur Frage, ob hohe Energiekosten den Standort
Duisburg in Gefahr bringen können. Er fügte hinzu: "Das wollen wir
nicht. Dann würden unsere eigenen Bemühungen zur Makulatur. An dieser
Stelle kämpfen wir." Bis das EEG überarbeitet sei, müsse die
Härtefall-Regelung, die den Stahlkonzern teilweise von der Zahlung
der EEG-Umlage befreit, bestehen bleiben, "denn unsere Wettbewerber
außerhalb Deutschlands haben diese Kosten nicht", betonte Hiesinger.
"Sehr wichtig" sei, dass auch die Eigenstrom-Erzeugung aus
Prozessgasen im Stahlwerk befreit bleibe. Thyssen-Krupp habe Hunderte
von Millionen investiert, um diese Gase umweltschonend zu sammeln,
wieder zur Energieerzeugung zu nutzen und zu verbrauchen.
Die Branchensituation für das Stahlgeschäft in Europa sei "derzeit
brutal hart", sagte Hiesinger. Trotz der "äußert schwierigen
Situation" schreibe der Standort Duisburg aber noch schwarze Zahlen.
Thyssen-Krupp hatte angekündigt, in der europäischen Stahlsparte rund
2000 Stellen und in den weltweiten Konzernverwaltungen 3300
Arbeitsplätze abzubauen.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 21.10.2013 - 17:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 966119
Anzahl Zeichen: 2858
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Wirtschaft (allg.)
Diese Pressemitteilung wurde bisher 229 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Thyssen-Krupp sieht Gefahren für Stahlstandort durch höhere EEG-Kosten"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Acrolinx und SDL vereinbaren Partnerschaft ...
Berlin, Deutschland und Maidenhead, Großbritannien, 21. Oktober 2013: SDL (LSE: SDL) und Acrolinx arbeiten ab heute zusammen, um Kunden beim Erstellen von Inhalten mit SDL LiveContent besser zu unterstützen. SDL wird die Acrolinx-Technologie in SDL LiveContent, seine Plattform zum Erstellen, Verw
DGAP-News: GAGFAH: Refinanzierung abgeschlossen - Fokus wieder vollständig auf dem operativen Geschäft ...
DGAP-News: GAGFAH S.A. / Schlagwort(e): Sonstiges GAGFAH: Refinanzierung abgeschlossen - Fokus wieder vollständig auf dem operativen Geschäft 21.10.2013 / 16:30 --------------------------------------------------------------------- Pressemitteilung: 21. Oktober 2013 GAGFAH S.A. 2-4, rue Beck L-1
Große Kluft zwischen BYOD-Nutzung und Sicherheitslösungen ...
Die große Diskrepanz zwischen der hohen Anzahl an mobilen Geräten und Applikationen, die auf Unternehmensnetzwerke zugreifen und die Häufigkeit der Sicherheitsprüfungen, stellt IT-Verantwortliche vor gravierende Sicherheitsprobleme. Eine aktuelle Studie von Dimension Data zeigt, dass 79 Prozent
DGAP-News: UMT United Mobility Technology AG: iPAYst baut Internationalisierung nach Spanien aus ...
DGAP-News: UMT United Mobility Technology AG / Schlagwort(e): Sonstiges UMT United Mobility Technology AG: iPAYst baut Internationalisierung nach Spanien aus 21.10.2013 / 15:46 --------------------------------------------------------------------- München, 21. Oktober 2013 Corporate News UMT Un


" alt="Solid Resources tritt in Kooperationsabkommen mit Glencore ein
