?Konflikte innerbetrieblich erfolgreich lösen? als Thema des 7. Unternehmerabends im BFW München
Eine Kooperationsveranstaltung des Berufsförderungswerk München und der AOK Bayern
Der Begriff "Mobbing" wird fälschlicherweise schnell verwendet. Wann aber handelt es sich um einen Konflikt und wann spricht man wirklich von Mobbing? In der Definition wird unter Mobbing am Arbeitsplatz das ständig bzw. wiederholt systematische Anfeinden von Arbeitnehmern untereinander oder Vorgesetzten am Arbeitsplatz verstanden. Laut einer Schätzung des Deutschen Gewerkschaftsbundes gibt es in Deutschland rund 1,5 Millionen Mobbingopfer, das entspricht etwa 5 bis 7 % der Beschäftigten. Häufigste Zielgruppen sind hierbei Berufsanfänger und ältere Arbeitnehmer, Menschen die hochsensibel, eher zurückhaltend und ängstlich sind. Auffällig ist dabei auch, dass Menschen die einmal gemobbt wurden und dann die Firma wechseln, oft am neuen Arbeitsplatz die gleichen Probleme bekommen. Natürlich schaden diese unfairen Handlungen den Opfern, aber auch den betroffenen Firmen. Denn Mobbing verursacht neben den Krankheitskosten (durchschnittlich 60000 Euro pro Fall) auch Qualitätseinbußen an den Produkten.
Herr Ludwig Gunkel, Diplom-Psychologe der AOK Bayern und Mitbegründer des Vereins Konsens in München fordert gleich zu Beginn, auch kleine Konflikte erst zu nehmen, da Mobbing ein schleichender Prozess ist. Führungskräfte und Betriebs- bzw. Personalräte sind gefordert, rechtzeitig einzugreifen, da sie sonst ihrer Fürsorgepflicht nicht nachkommen. Der Münchner Rechtsanwalt Wilfried Dormann knüpfte hierbei an und beschrieb anhand eines konkreten Falls das Thema aus arbeitsrechtlicher Sicht. Er stellte dabei sehr deutlich heraus, dass bisher keine gesetzliche Regelung besteht und die Abgrenzung zwischen Konflikt und Mobbing über eine Einzelbetrachtung der Geschehnisse und der letztendlichen Gesamtschau entschieden werden muss. Neben einer Täter-Opfer-Konstellation muss das Mobbingopfer aktiv etwas für den Frieden tun und Konflikte dürfen nicht mit gleicher Härte von beiden Seiten ausgehen. Damit die Streitigkeiten nicht immer vor den Gerichten ausgetragen werden, können im Vorfeld Mediationen helfen, den Frieden wieder herzustellen und den Arbeitsplatz zu erhalten.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Berufsförderungswerk München ist eine gemeinnützige und überbetriebliche Einrichtung der beruflichen Rehabilitation. Es hat seinen Hauptsitz in Kirchseeon und mehrere Geschäftsstellen im südbayerischen Raum. Wir sind spezialisiert auf die berufliche Bildung und die Teilhabe am Arbeitsleben von Menschen mit besonderem gesundheitlichen und/oder sozialen Unterstützungsbedarf. Das vielfältige Bildungsangebot orientiert sich an den Bedürfnissen des Arbeitsmarktes. Unser Unternehmensziel ist die berufliche (Neu-)Orientierung und die dauerhafte Wiedereingliederung von Rehabilitandinnen und Rehabiltanden in Arbeit, Beruf und Gesellschaft.
Moosacher Straße 31, 85614 Kirchseeon
Datum: 22.10.2013 - 09:10 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 966302
Anzahl Zeichen: 2734
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Tanja Aigner
Stadt:
Kirchseeon
Telefon: 08091 51-0
Kategorie:
Bildung & Beruf
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