Neue OZ: Kommentar zu Kulturpolitik
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Als Nobody ist Bernd Neumann vor acht Jahren in sein Amt als
Staatsminister für Kultur gestartet. Er brachte sein Faible für den
Film mit ins Amt, und weit mehr Gestaltungswillen, als ihm die
Kulturszene zugetraut hätte. Damit hat er dieses Amt neu und
nachhaltiger geprägt als all seine Vorgänger.
Dabei hat Neumann es nicht nur verstanden, sein Budget zu halten
und zu steigern, sogar wenn die Regierung einen Sparkurs einschlug.
Mindestens genauso wichtig sind aber die Schwerpunkte, die er gesetzt
hat. So hat er sich, um nur ein Beispiel zu nennen, starkgemacht für
die Computerspiele, ein Kultursegment, dessen Bedeutung noch zunehmen
wird, wirtschaftlich wie inhaltlich.
Durch seine Beharrlichkeit hat er dem Amt des
Kulturstaatsministers zu Ansehen verholfen, ohne die Struktur des
föderalen Kultursystems auszuhebeln. Damit hat er die Messlatte für
seinen Nachfolger hoch gelegt.
Ralf Döring
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 23.10.2013 - 22:00 Uhr
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