Neue OZ: Kommentar zu Vatikan / Kirchen
ID: 967772
Die Entscheidung des Vatikans war gespannt erwartet worden: Papst
Franziskus lässt den Limburger Bischof Franz-Peter Tebartz-van Elst
im Amt, doch der umstrittene Hirte muss sich eine Auszeit nehmen. Ob
er in seine Diözese zurückkehren wird, ist fraglich. Das öffentliche
Urteil über ihn steht in Deutschland indes schon lange fest: Der
Gottesmann muss weg. Spott hagelte es für den "Prunk-Bischof". Der
Lebensstil hoher Geistlicher stand plötzlich im Fokus, verbunden mit
berechtigter Kritik an der Finanzpolitik der Kirche.
Der Papst hat sich dem öffentlichen Druck nicht gebeugt, sondern
eine bedachte und sehr christliche Entscheidung getroffen: Die
Auszeit gibt dem Bischof die Chance zur Besinnung und Umkehr. Auch
beweist Franziskus Besonnenheit, indem er für eine endgültige
Entscheidung die Prüfung der Vorwürfe abwarten will. In Deutschland
wird die Milde aus Rom freilich auf wenig Verständnis treffen. Viele
sahen das Kirchenoberhaupt in der Pflicht, im Limburger Fall ein
Exempel zu statuieren. Doch den Enttäuschten sei gesagt: Die
Diskussion um Tebartz-van Elst hat etwas in Bewegung gesetzt, das
auch ohne den Paukenschlag aus Rom weitergehen kann. Die Debatte um
das Vermögen von Bistümern und dessen Transparenz, die Frage danach,
ob das Verhältnis von Kirche und Staat nicht neu gedacht werden muss:
Die Gesellschaft ist gefordert, den öffentlichen Druck mit dem Ziel
von Reformen nicht abreißen zu lassen.
Franziska Kückmann
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.10.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 967772
Anzahl Zeichen: 1800
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 177 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Vatikan / Kirchen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Koalitionsverhandlungen ...
Kompromisse, Kröten, Kuhhandel Koalitionsgespräche werden nicht einfacher, wenn ihnen ein von beiden Seiten geführter Lagerwahlkampf vorausgegangen ist. Nun gilt es zusammenzubringen, was nicht wirklich zusammenkommen wollte. Die programmatische Schnittmenge von Union und SPD ist nicht üb
Neue OZ: Kommentar zu SWIFT-Abkommen ...
Unbegrenzte Möglichkeiten Mit ihrer Entscheidung für eine Aussetzung des SWIFT-Abkommens haben die EU-Parlamentarier ein wichtiges Zeichen gesetzt. An dem Zugriff der USA auf Bankdaten europäischer Bürger wird sich aber vermutlich dadurch nichts ändern. Denn diese Daten flossen schon wei
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Marcel Fratzscher, DIW-Präsident ...
DIW warnt SPD vor Steuererhöhungsforderung in Koalitionsgesprächen Institutspräsident Fratzscher: Haushalte machen bereits Überschüsse - Öffentliche Investitionen in Infrastruktur und Bildung stärken Osnabrück.- Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat die SPD vo
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Wolfgang Bosbach, CDU-Innenexperte ...
Bosbach warnt vor Druck auf Sozialsysteme durch Freizügigkeit CDU-Innenexperte betont jedoch: Vorwurf der Abschottungspolitik komplett abwegig Osnabrück.- Mit Blick auf den stärksten Zuwachs im Ausländerzentralregister seit fast 20 Jahren hat der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach vor




