Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Deutschen Bank
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noch schweben die seit Jahren andauernden Rechtsstreitigkeiten wie
ein Damoklesschwert über dem Konzern. Die Rückstellungen für
eventuelle Entschädigungen zehren den Gewinn fast vollständig auf und
erreichen die fast unglaubliche Höhe von 4,1 Milliarden Euro. Wann
ist der Schrecken vorbei? Das fragen sich Aktionäre und Mitarbeiter.
Das Führungsduo Anshu Jain und Jürgen Fitschen hat beim Amtsantritt
vor gut einem Jahr einen »Kulturwandel« versprochen. Das heißt:
Aufklärung sämtlicher Vorwürfe einerseits und verloren gegangenen
Vertrauen zurückgewinnen andererseits. Diese Maxime kann man nur
unterstützen. Doch der Preis dafür ist, wie es jetzt aussieht, hoch.
Sehr hoch. Es stellt sich die Frage, ob der damalige Vorstand um
Josef Ackermann der Öffentlichkeit irgendwelche Risiken verschwiegen
hat, die Jain/Fitschen so vorsichtig agieren lassen. Anleger müssen
sich wohl oder übel darauf einstellen, dass das Ende der Fahnenstange
noch nicht erreicht ist. Zumal die USA im Umgang mit missliebigen
Banken nicht zimperlich ist.
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Andreas Kolesch
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Datum: 29.10.2013 - 20:10 Uhr
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