Neue OZ: Kommentar zu Israel
ID: 971197
Der eineinhalbjährige Boykott des Menschenrechtsrats durch Israel
machte es den üblichen Kritikern leicht: Seht her, die Israelis
pfeifen auf die Werte der Weltgemeinschaft. So einfach ist es
allerdings auch wieder nicht. Denn die Frage, warum Israel das
einzige Land der Welt ist, das keine Aufnahme in die Regionalgruppen
findet und das gewissermaßen von Amts wegen in jeder Sitzung mit
einem eigenen Punkt thematisiert wird, ist eine berechtigte. Bei
aller unbestrittenen Menschenrechtsproblematik in Palästina ist
Israel sicher kein derart exponierter Superschurkenstaat, dass die
überproportionale Häufigkeit gerechtfertigt schiene, mit der gegen
Einzelstaaten gerichtete Resolutionen des Rats an seine Adresse
gehen. Es gibt genügend Länder, in denen Menschenrechtsverletzungen
zur Staatsräson gehören. Allerdings haben die nicht selten Verbündete
im Rat, mit denen sich entsprechende Resolutionen hintertreiben
lassen.
Im Menschenrechtsrat geht es eben nicht nur um Menschenrechte. Es
geht auch um Macht, Diplomatie, Außenpolitik; manchmal sogar
hauptsächlich darum. Im Zuge der politischen Instrumentalisierung des
Gremiums geraten die eigentlichen Menschenrechte nicht selten ins
Hintertreffen. Das ist traurig, aber Realität, wie das Beispiel
Israel zeigt. Seine Isolation kann Israel nun vielleicht ein wenig
aufbrechen. Die strukturellen Probleme des Rats aber bleiben vorerst.
Maik Nolte
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 29.10.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 971197
Anzahl Zeichen: 1748
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 237 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Israel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Nach dem Streit um eine Besprechung ihres aktuellen Buchs hat die Schriftstellerin Ildikó von Kürthy einer öffentlichen Versöhnung mit dem ARD-Literaturkritiker Denis Scheck eine Absage erteilt. Auf die Frage, ob sie sich öffentlich mit Scheck aussöhnen würde, sagte Kürthy der "Neuen Os
Soziale Medien und Kinder: Petentin Deckers hält Vorschläge der Expertenkommission für völlig unzureichend / Initiatorin von Petition für Social-Media-Verbot: "Maximal komplex bei minimalem ...
Nach der Vorstellung der Empfehlungen zur Regulierung sozialer Medien für Kinder und Jugendliche hat die Initiatorin der Online-Petition für ein Social-Media-Verbot ab 16 Jahren, Jeannette Deckers, der unabhängigen Expertenkommission der Bundesregierung Versagen beim Jugendschutz vorgeworfen. &q
Kommunen fordern von Bund-Länder-Gipfel Beschluss zu Milliarden-Einsparungen im Sozialbereich / DStGB-Hauptgeschäftsführer Berghegger: "Tag der Entscheidung ist gekommen" ...
Die Kommunen fordern und erwarten vom Bund-Länder-Gipfel an diesem Donnerstag Beschlüsse zu Milliarden-Einsparungen im sozialen Bereich. "Unsere Vorschläge liegen seit Monaten auf dem Tisch, der Tag der Entscheidung ist gekommen, und dabei darf es nicht bei Millionenbeträgen stehen bleiben&
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu NSA-Affäre ...
Was Obama (nicht) weiß In der NSA-Affäre um das Handy von Kanzlerin Angela Merkel darf sich US-Präsident Barack Obama nicht darauf zurückziehen, er habe nichts gewusst. Dies macht ihn zum Lügner, Schwächling oder eiskalten Machtpolitiker. Für den Lügner spricht, dass der nationale Sic
Neue OZ: Kommentar zu Koalitionsverhandlungen / Finanztransaktionssteuer ...
Einig bei Randthemen Erfreulich zügig und zielstrebig gehen die Koalitionsverhandlungen voran. Zumindest in der Europapolitik gibt es kein großes Gezerre, haben doch die Sozialdemokraten in den vergangenen Jahren so manches Mal, wenn auch gelegentlich knurrend, mit der schwarz-gelben Bundes
Neue OZ: Kommentar zu Rente / Rentenerhöhung für ältere Mütter ...
Verlockendes Polster Zunächst wurde viel dementiert, doch inzwischen lässt es sich eindeutig nachweisen: Die Gefahr, als Rentner zu verarmen, ist gewachsen. Das hat sich auch bei denen herumgesprochen, die gerade über die Bildung einer neuen Bundesregierung verhandeln. Jetzt sollen ältere
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Anne Lütkes, Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerks ...
Kinderhilfswerk will Grundsicherung statt höherem Kindergeld Vizepräsidentin Lütkes: Fünf Milliarden jährlich für Kita-Ausbau und Jugendarbeit - Betreuungsgeld abschaffen Osnabrück.- Mit Blick auf die Koalitionsverhandlungen zur Familienpolitik hat sich das Deutsche Kinderhilfswerk




