Rheinische Post: Mietpreisbremse löst Wohnungsnot nicht
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Ballungszentren nicht nur für Geringverdiener rar geworden. Wer eine
Wohnung in den Szenevierteln der Großstädte mieten oder kaufen
möchte, muss tief in die Tasche greifen - für wachsende Teile der
Bevölkerung sind diese hohen Preise schon jetzt nicht mehr bezahlbar.
Union und SPD versprechen Linderung durch eine Mietpreisbremse. Sie
bekämpfen damit aber nur die Symptome, nicht die Ursachen der
Preiserhöhungen. Die liegen in der deutlich gestiegenen Nachfrage
nach Wohnraum in den wirtschaftsstarken Regionen und einem über viele
Jahre nur schleppenden Wohnungsneubau. Investoren dürfte die neue
Mietpreisbremse eher verschrecken, von notwendigen Sanierungen werden
sie eher absehen. Dagegen ist die Aufstockung der Städtebauförderung
nötig und sinnvoll - gerade mit Blick auf das altersgerechte Wohnen,
das erhebliche Investitionen erfordert. Die Wiedereinführung der
degressiven Abschreibung (Afa) für Wohnungsinvestitionen dürfte einen
Schub auslösen. Doch für Neubauten gilt die Mietpreisbremse nicht -
und die Afa kostet viel Steuergeld. Wenn sie am Ende aus
Kostengründen doch nicht im Koalitionsvertrag stehen sollte, wäre das
hinzunehmen.
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Datum: 05.11.2013 - 20:00 Uhr
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