Neue OZ: Kommentar zu Lebensmittel / Gesundheit
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Und wieder gibt es einen Grund mehr, weniger Fleisch zu essen: In
einer Bad Bentheimer Wurstfabrik soll massenhaft minderwertige Ware
verarbeitet worden sein. Der nächste Skandal um Verderbliches kocht
hoch. Überraschung ist hier allerdings fehl am Platze. Nach Dioxin im
Ei, Mineralöl im Adventskalender, Acrylamid in Chips und
Pferdefleisch in der Lasagne scheint es kaum mehr Lebensmittel zu
geben, bei denen nicht gepfuscht wird. Der Ruf nach mehr Transparenz
und stärkeren Kontrollen wird stets reflexartig laut, sobald ein
neuer Betrug bekannt wird, erfolgreich umgesetzt werden strengere
Inspektionen meist aber nicht. Auch im aktuellen Fall hätte die
Lebensmittelüberwachung die Missstände, wenn sie sich denn in vollem
Umfang bewahrheiten sollten, früher aufdecken können.
Dafür wäre eine landesweite Taskforce nötig, sodass eine oft nicht
nur räumliche Nähe zwischen Kontrolleur und Hersteller ausgeschlossen
werden kann. Denn laut der Staatsanwaltschaft Oldenburg geht es in
Bad Bentheim ja um geschönte Veterinärzeugnisse. Auch diesmal wird es
so sein wie immer, die Lust auf Fleisch wird dem Verbraucher
kurzfristig vergehen, und den Betrügern ist kaum beizukommen. Wie
heißt es doch so schön: Der Geist ist willig, doch das Fleisch ist
schwach.
Katja Heins
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Datum: 06.11.2013 - 22:00 Uhr
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