Neue OZ: Kommentar zu Doppelpass
ID: 976869
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben: Der Kompromiss der Unionsspitze
im Streit mit der SPD über den Doppelpass taugt nicht. Wenn sich hier
geborene Zuwandererkinder künftig erst mit 30 statt mit 23 Jahren für
eine Staatsbürgerschaft entscheiden müssen, ist das Grundproblem noch
lange nicht aus der Welt. Die Türken, Deutschlands größte
Einwanderungsgruppe, dürfen nicht länger diskriminiert werden.
Unabhängig vom Alter: Wer sich als Deutscher fühlt, weil er hier
seinen Lebensmittelpunkt hat, sollte dies auch dann im Pass stehen
haben, wenn er von Geburt an bereits eine andere Staatsangehörigkeit
besitzt. Bei EU-Bürgern ist dies ohnehin schon der Fall, ebenso bei
Menschen etwa aus Syrien. Und wenn für Lateinamerikaner oder
Nordafrikaner zwei Herzen in ihrer Brust schlagen, ist dies für den
deutschen Staat auch kein Problem. Bei Türken allerdings schon.
Echte Kompromisse liegen mit der "ruhenden Staatsbürgerschaft"
oder dem "Doppelpass mit Generationenschnitt" auf dem Tisch: Auf die
ausländische Staatsbürgerschaft könnte so lange verzichtet werden,
wie der Hauptwohnsitz in Deutschland besteht. Oder sie erlischt
vollends, wenn es irgendwann nur noch die Urenkel sind, die die
Staatsbürgerschaft ihrer Vorfahren in der Regel nur noch der Form
halber mit sich führen. Viele in der Union wären längst zu Lösungen
wie diesen bereit. Nun sind auch ihre Spitzenvertreter in der
Pflicht, hier nachzuziehen.
Fabian Löhe
Pressekontakt:
Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion
Telefon: +49(0)541/310 207
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 07.11.2013 - 22:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 976869
Anzahl Zeichen: 1795
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Osnabrück
Kategorie:
Wahlen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 262 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue OZ: Kommentar zu Doppelpass"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Osnabrücker Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Osnabrück. Der Krankenkassen-Spitzenverband GKV hat vor einem Aufweichen der Gesundheitsreform gewarnt, die am Freitag vom Bundestag beschlossen werden soll. "In den ersten Monaten des Jahres sind die Ausgaben der Krankenkassen doppelt so schnell gestiegen wir die Einnahmen. Wenn nicht schnell
Möglicher Kurswechsel bei Grünen: Brantner schwört Mitglieder auf "schwierige Kompromisse" ein / Regierungsverantwortung pragmatisch nutzen, "urgrüne Politik" von Özdemir als ...
Osnabrück. Im Richtungsstreit der Grünen hat Parteichefin Franziska Brantner einen pragmatischen Kurs angemahnt und die Parteibasis auf schmerzhafte Zugeständnisse im Falle einer künftigen Regierungsbeteiligung eingeschworen. Im Gespräch mit der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (noz) sagt
"Werden überrollt": Grünen-Chefin warnt CDU vor Koalition mit AfD im Osten / Vor Ostdeutschland-Wahlen: Brantner befürchtet Parallelen zur Machtübernahme der Nazis, sie fordert Erhalt de ...
Osnabrück. Vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern warnt Grünen-Chefin Franziska Brantner die CDU vor einer Koalition mit der AfD und zieht Parallelen zur Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933. "Das Experiment, dass eine Partei der Mitte Faschisten zur Macht
Weitere Mitteilungen von Neue Osnabrücker Zeitung
Neue OZ: Kommentar zu Arafat ...
Ein Faden im Netz Jassir Arafat polarisiert im Tode, wie er es zu Lebzeiten getan hat. Das Gutachten der Schweizer Forscher, die an der Leiche des Palästinenserführers erhöhte Polonium-Werte fanden, ist ein neuer Faden im Netz der Verschwörungstheorien um sein Sterben. Gerade weil die Wi
Neue OZ: Kommentar zu Parteien / Koalition ...
Das Ende des Paradieses Spätestens jetzt müssten die Letzten aufwachen, denen bei den Koalitionsverhandlungen das Gefühl abhandenkam, was überhaupt bezahlbar ist. Die Steuerschätzung, die Finanzminister Schäuble mit ernstem Sparappell auf den Tisch legte, markiert das Ende des Paradies
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Heinz-Peter Meidinger, Vorsitzender des Deutschen Philologenverbandes ...
Lehrerverband fordert 20-Milliarden-Paket für Schulen Philologen erwarten von neuer Bundesregierung Pakt für Bildung Osnabrück.- Der Deutsche Philologenverband erwartet von der neuen Bundesregierung einen Pakt für Bildung zwischen Bund und Ländern. In einem Gespräch mit der "Ne
Neue OZ: Neue OZ - Gespräch mit Bernd Riexinger, Parteichef Die Linke ...
Linke fordert Zeugenschutzprogram für Snowden Parteichef Bernd Riexinger: Merkel muss sich dafür einsetzen - Sondersitzung des Bundestags ohne Fraktionszwang Osnabrück.- Die Linke fordert für den NSA-Enthüller Edward Snowden von Angela Merkel ein Zeugenschutzprogramm und schlägt für




