NABU: Weltweite Klimaschutzanstrengungen reichen nicht aus
ID: 977208
NABU: Weltweite Klimaschutzanstrengungen reichen nicht aus
Tschimpke: UN-Klimakonferenz muss Weichen für neues Abkommen stellen
Anlässlich der am Montag beginnenden UN-Klimakonferenz im polnischen Warschau fordert der NABU von der internationalen Staatengemeinschaft größere Anstrengungen beim Klimaschutz. "In Warschau müssen die Weichen gestellt werden, wie wir bis 2015 zu einem weltweit geltenden und rechtlich verbindlichen Klimaschutzabkommen kommen, das ab 2020 an den Start geht", sagte NABU-Präsident Olaf Tschimpke. Gleichzeitig müsse über den Ende September veröffentlichten ersten Teil des neuen IPCC-Weltklimaberichts beraten werden, um bereits in 2014 zusätzliche Klimaschutzanstrengungen für die Zeit bis 2020 auf den Weg zu bringen. Der IPCC hat bestätigt, dass der Mensch der wichtigste Einflussfaktor auf das Klima ist und Extremwettereignisse auch in Deutschland zunehmen werden.
Der NABU erwartet von allen 195 Vertragsstaaten der UN-Klimarahmenkonvention die Überprüfung und Anpassung ihrer bislang für 2020 zugesagten Beiträge zur Reduktion ihrer Treibhausgas-Emissionen, so wie es bei den vergangenen Weltklimakonferenzen in Cancún und Durban beschlossen wurde. "Die Lücke zwischen den bisherigen Zielen und Maßnahmen zum Klimaschutz und der von der Staatengemeinschaft anerkannten Notwendigkeit, den Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur bis zum Jahr 2100 auf maximal zwei Grad zu begrenzen, muss endlich geschlossen werden", forderte Olaf Tschimpke. Laut des in dieser Woche vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP) veröffentlichten Berichts fehlen dafür immer noch Einsparungen in Höhe von acht bis zwölf Milliarden Tonnen an Treibhausgasen weltweit.
"Wir erwarten von den derzeit laufenden Koalitionsverhandlungen zwischen CDU/CSU und SPD ein deutliches Zeichen in Richtung EU und UN, sich für ambitionierte und verbindliche Klimaschutzziele einzusetzen", so NABU-Präsident Tschimpke. So müsste EU-weit eine Reduktion von klimaschädlichen CO2-Emissionen um mindestens 55 Prozent bis 2030 gegenüber 1990 beschlossen werden. "Ein deutsches Klimaschutzgesetz kann mit rechtlich verbindlichen Zielen zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes und des Energieverbrauchs sowie für einen naturverträglichen Ausbau erneuerbarer Energien Maßstäbe setzen", sagte NABU-Klimaexperte Ulf Sieberg. Zur finanziellen Unterstützung von Entwicklungsländern müsse Deutschland zudem in Warschau verlässliche Zusagen für die nächsten Jahre leisten sowie die Entwicklung von internationalen Versicherungslösungen für den Umgang mit klimawandelbedingten Schäden unterstützen.
Das Hintergrundpapier sowie weiterführende Informationen zu finden unter http://www.nabu.de/weltklimakonferenz
Naturschutzbund Deutschland e.V NABU
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/284 984-1510
Telefax: 030-284 984-2000
Mail: presse@NABU.de
URL: http://www.nabu.de
PresseKontakt / Agentur:
Naturschutzbund Deutschland e.V NABU
Charitéstraße 3
10117 Berlin
Deutschland
Telefon: 030/284 984-1510
Telefax: 030-284 984-2000
Mail: presse(at)NABU.de
URL: http://www.nabu.de
Datum: 08.11.2013 - 12:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 977208
Anzahl Zeichen: 3278
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 281 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NABU: Weltweite Klimaschutzanstrengungen reichen nicht aus"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Naturschutzbund Deutschland e.V NABU (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Miller: Bundeslandwirtschaftsministerium verspielt Vertrauen im Umgang mit einem der wertvollsten Schutzgüter Der NABU hat an das Bundeslandwirtschaftsministerium appelliert, die Ziele der Bundesregierung zur natürlichen Waldentwicklung in Deutschland nicht schönzurechnen. In einem jetzt bek
Aggressiver Salamander-Keim: NABU fordert Einschränkung des Wildtierhandels ...
Miller: "Heimische Amphibienbestände durch strenge Einfuhrkontrollen unbedingt schützen" Der NABU begrüßt den Schritt der US-Behörden, ein einstweiliges Importverbot für Salamander und Molche durchzusetzen und fordert auch die deutsche Regierung zum Handeln auf. "Wenn sich
NABU: Etappensieg im Kampf gegen Windpark im Schreiadlergebiet ...
Verwaltungsgericht Schwerin gibt Antrag des NABU statt / Vorerst kein Baubeginn Der NABU hat im Verfahren zur Genehmigung von 16 Windkraftanlagen bei Jördenstorf im Landkreis Rostock einen wichtigen Etappensieg errungen. Das Verwaltungsgericht Schwerin hat mit Beschluss vom 23. Dezember 2015 d
Weitere Mitteilungen von Naturschutzbund Deutschland e.V NABU
Indonesia will overcome economic pressures, says new World Bank Country Director for Indonesia ...
The World Bank has appointed Rodrigo Chaves, an economist with over 20 years of experience working in development and public policy in more than 30 countries, as the new Country Director for Indonesia. "Over the past decade, the world has seen Indonesia emerge as a dynamic middle-income co
Unterbindung von Zinsmanipulationen bedarf internationaler Abstimmung ...
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung zu einem Vorschlag der EU-Kommission Stellung genommen, der Manipulationen bei der Ermittlung von Referenzpreisen oder Benchmarks für Finanzinstrumente und Finanzkontrakte unterbinden soll. Er begrüßt die Bestrebungen, das Vertrauen in Benchmar
Neue Vorsitzende im Wirtschaftsausschuss ...
Der Bundesrat hat in seiner heutigen Plenarsitzung Staatsministerin Ilse Aigner (Bayern) zur Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses gewählt. Die ehemalige Bundeslandwirtschaftsministerin ist seit dem 10. Oktober 2013 bayerische Staatsministerin für Wirtschaft und Medien, Energie und Technolo
Internationaler Klimagipfel in Warschau ...
Welthungerhilfe: Europa muss wieder Vorreiter werden Die Welthungerhilfe mahnt eine zentrale Rolle der Europäischen Union bei den anstehenden Klimaverhandlungen in Warschau vom 11.-22. November an. Nur wenn sich die EU in Warschau für ambitionierte eigene Reduktionsziele einsetzt, können nen




