Kölner Stadt-Anzeiger: Deutsche spenden so viel wie nie - Experte: "Friedensdividende im Spendenverhalten"
ID: 978670
Zahlen einen Rekordwert erreicht. Als steuerlich absetzbare Beträge
machten die Bundesbürger erstmals mehr als sechs Milliarden Euro
geltend. Dies berichtet der "Kölner Stadt-Anzeiger"
(Dienstag-Ausgabe) unter Berufung auf das Statistische Bundesamt und
die Fachhochschule (FH) Köln, denen jetzt die Daten der
Finanzbehörden für das Steuerjahr 2009 vorliegen. Der Anstieg der
steuerabzugsfähigen Spenden auf 6,14 Milliarden Euro bedeutet ein
Plus von 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr - mehr als das
Doppelte des Durchschnitts aus den Jahren 2001 bis 2008. Besonders
auffallend sei der immer größere Anteil der Reichen, die hohe Beträge
spendeten, sagte Professor Michael Urselmann von der FH Köln der
Zeitung: "Die oberen fünf Prozent der Steuerpflichtigen geben fast 50
Prozent aller Spenden." Dabei handelt es sich um Bürger mit einem
Jahreseinkommen von mehr als 100.000 Euro. Nach der Sturmkatastrophe
auf den Philippinen zeichnet sich nach einer Umfrage des "Kölner
Stadt-Anzeiger" eine große Hilfsbereitschaft ab. Das Aktionsbündnis
"Deutschland hilft" berichtete ebenso wie Unicef und das katholische
Hilfswerk Misereor von einer Vielzahl von Anfragen. Am ersten Werktag
nach den Spendenaufrufen lägen den Organisationen allerdings noch
keine Zahlen zur Höhe der Spenden vor. Zum Spendenverhalten der
Deutschen sagte Urselmann, zwar habe es im Jahr der Lehman-Pleite und
der einsetzenden Finanzmarktkrise 2009 speziell bei den Wohlhabenden
einen Knick gegeben. Hier hätten sich Spender mit einem
Jahreseinkommen oberhalb von 500.000 Euro zurückgehalten. Mit der
schon 2010 einsetzenden Erholung erwartet der Fundraising-Experte
aber einen Ausgleich dieser Delle und eine Fortsetzung des Trends hin
zu den Großspendern. Die stetige Aufwärtsentwicklung der vergangenen
Jahre sei auch der langen Friedenszeit in Deutschland zu danken.
"Kriege machen Vermögen kaputt." Urselmann sprach von einer Art
"Friedensdividende" im Spendenverhalten. Als weitere Erklärung für
die außergewöhnliche Zunahme des Spendenaufkommens nannte der Experte
Gesetzesänderungen wie die nachgelagerte Besteuerung von
Alterseinkünften oder die Begünstigung von Stiftungen.
Pressekontakt:
Kölner Stadt-Anzeiger
Newsdesk
Telefon: 0221 224 3149
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.11.2013 - 01:00 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 978670
Anzahl Zeichen: 2571
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Köln
Kategorie:
Innenpolitik
Diese Pressemitteilung wurde bisher 267 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kölner Stadt-Anzeiger: Deutsche spenden so viel wie nie - Experte: "Friedensdividende im Spendenverhalten""
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Kölner Stadt-Anzeiger (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Polizeibehörden in Nordrhein-Westfalen steuern im Herbst auf einen historischen Personalhöchststand zu. Nach Informationen des "Kölner Stadt-Anzeiger" (Donnerstagsausgabe) zur aktuellen Prognose für die Belastungsbezogene Kräfteverteilung (BKV) werden den Behörden zum 1. Oktober
SPD-Spitzenkandidat Ott: Besuch des Kölner Doms soll für NRW-Bürger an Samstagen kostenlos bleiben ...
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben - das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger
SPD-Spitzenkandidat Ott: Besuch des Kölner Doms soll für NRW-Bürger an Samstagen kostenlos bleiben ...
Düsseldorf. Der Besuch des Kölner Doms soll für die Bürger aus NRW an Samstagen kostenlos bleiben - das fordert Jochen Ott, Chef der SPD-Fraktion im Düsseldorfer Landtag. Der Politiker hat einen Brief an den Kölner Dompropst Guido Assmann geschrieben, über den der "Kölner Stadt-Anzeiger
Weitere Mitteilungen von Kölner Stadt-Anzeiger
Weser-Kurier:Über die Koalitionsverhandlungen schreibt der "Weser-Kurier" (Bremen) in seiner Ausgabe vom 12. November 2013: ...
Die Koalitionäre in spe lassen sich Zeit. Zeit, die sie eigentlich gar nicht haben. Seit knapp drei Wochen verhandeln die Unterhändler von CDU, CSU und SPD über die Bildung einer großen Koalition. Aber passiert ist seither - nun ja - nicht viel. Die Entscheidung über einen Mindestlohn: vertag
Mittelbayerische Zeitung: Kommentar von Isolde Stöcker-Gietl zu neuen Lehrplänen in Bayern ...
Maria Montessori, die Reformpädagogin des 20. Jahrhunderts, stand ein Stück weit Pate für die Neuausrichtung der Lehrpläne. Dass nicht alle Kinder zur gleichen Zeit in der Lage sind, das Gleiche nach den gleichen Methoden zu lernen, erkannte Montessori bereits vor über 100 Jahren. Die Kultusm
DER STANDARD-KOMMENTAR "Bildung in der Elitefalle " von Sebastian Pumberger ...
Österreich ist ein kreatives Land. Und Österreichs Politiker sind kreative Wortschöpfer. Studiengebühren heißen dann Studienbeiträge, die Hauptschule mal Neue Mittelschule. Neuestes Wortungetüm: Potenzialanalyse statt Aufnahmeverfahren. All diese Worte sollen Reformeifer in einer Bildungspoli
Allg. Zeitung Mainz: Wünsch Dir was / Kommentar zu den Koalitionsverhandlungen ...
Die Liberalen dürfen sich bedanken. Allem Anschein nach schickt sich die Große Koalition an, ein Regierungsprogramm zur Wiederbelebung der FDP aufzulegen. Mag ja sein, dass die Freidemokraten in gesellschaftspolitischen Fragen überflüssig geworden sind. In der Wirtschaftspolitik und in der F




