Kakaoexpertin aus Ghana prangert Menschenrechtslage an
ID: 980863
die ghanaische Kakaoexpertin Afia Owusu nach Deutschland ein. Vom 18.
bis zum 21. November berichtet sie von den miserablen Bedingungen,
die den Alltag der etwa eine Million Kakaobäuerinnen und -bauern in
Ghana prägen. Owusu fordert die Menschen in Deutschland auf, Druck
auf die Schokoladenunternehmen auszuüben, damit sich die Lebens- und
Arbeitsbedingungen der Bauernfamilien endlich verbessern.
"Die Schokoladenhersteller sind abhängig vom Kakao aus Westafrika.
Immer mehr Bauern wenden sich aber vom Kakaoanbau ab", warnt Afia
Owusu. "Wenn die Unternehmen nicht bald anfangen, die Situation
ernsthaft zu verbessern, könnten sie ein Versorgungsproblem
bekommen." Die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler Bauernfamilien
sind so schlecht, dass zukünftige Generationen die Kakaoplantagen
ihrer Eltern nicht übernehmen wollen. Schon jetzt liegt das
Durchschnittsalter der Bauern und Bäuerinnen bei über 50 Jahren.
"Kakaobauern arbeiten sehr hart, um die wichtigste Zutat für
Schokolade zu produzieren. Doch der Preis, den sie für den Rohstoff
erhalten, ist unmenschlich", erklärt Owusu. Die meisten
Bauernfamilien in den Kakaoanbaugebieten Ghanas leben weit unterhalb
der Armutsgrenze. Viele müssten mindestens doppelt so viel verdienen,
um auf 1,25 US-Dollar pro Tag und Familienmitglied zu kommen.
"Armut ist die Hauptursache für Kinderarbeit und Ausbeutung auf
den Kakaoplantagen", sagt INKOTA-Referentin Evelyn Bahn.
"Schokoladenunternehmen müssen ihre Verantwortung endlich wahrnehmen.
Für Kakao müssen sie einen Preis bezahlen, der ein menschenwürdiges
Leben ermöglicht."
Afia Owusu arbeitet in Ghana für das Netzwerk African Cocoa
Coalition (ACC) und für die Organisation Cocoa Organic Farmers
Association (COFA). Sie steht vom 18. bis zum 21. November für
Interviews zur Verfügung. Darüber hinaus finden mehrere
Veranstaltungen mit der Kakaoexpertin statt. Informationen dazu sowie
ein Kurzportrait von Afia Owusu finden Sie in der INKOTA-Pressemappe
zum Thema: http://bit.ly/1efjZUn
www.makechocolatefair.org
Pressekontakt:
Evelyn Bahn, Koordinatorin der europäischen Kampagne Make Chocolate
Fair!, Tel.: +49-30-4208202-55/-57, Mobil: +49 (0)177-32 43 408,
E-Mail: bahn@inkota.de
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Datum: 14.11.2013 - 12:40 Uhr
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Nahrung- und Genussmittel
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