Nichtregierungsorganisationen verlassen aus Protest die Klimakonferenz in Warschau: Einfluss der Industrie inakzeptabel
ID: 985270
Nichtregierungsorganisationen verlassen aus Protest die Klimakonferenz in Warschau: Einfluss der Industrie inakzeptabel
Warschau/Berlin: Aus Protest gegen das schleppende Vorankommen und die gleichzeitige Dominanz von Wirtschaftsinteressen bei den Klimaverhandlungen in Warschau verlassen heute Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, WWF und Oxfam, die Klimakonferenz. "Die verantwortungslose Untätigkeit der Regierungen angesichts der schon heute dramatischen Ausmaße des Klimawandels hat uns keine andere Wahl gelassen. Mit unserem Boykott wollen wir auf den in dieser Form noch nie dagewesenen Einfluss der Wirtschaftsverbände auf den Klimaschutzprozess aufmerksam machen. Die fossile Industrie hat die Klimakonferenz in Warschau okkupiert und macht es damit unmöglich, im Klimaschutz voranzukommen", sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.
Die Industriestaaten kämen ihrer Verantwortung für den Klimawandel und die dadurch verursachten Schäden in den Entwicklungsländern in keinster Weise nach und seien damit hauptverantwortlich für den Stillstand der Verhandlungen. Weiger: "Die Regierungen der Industriestaaten und auch die deutsche Regierung lassen sich inzwischen fast ausschließlich von den Interessen der großen fossilen Energieunternehmen leiten. Die polnische Regierung hat der Kohlelobby geradezu einen roten Teppich zu den Verhandlungen ausgelegt. Die kurzsichtige Politik der Industriestaaten hat unendliches Leid von Millionen von Menschen vor allem in den Entwicklungsländern zur Folge. Diese Ungerechtigkeit muss endlich ein Ende haben."
Zwar halte der BUND grundsätzlich an dem Prozess der internationalen Klimaverhandlungen und dem Ziel des Abschlusses eines internationalen Abkommens ab 2015 fest. Um jedoch das Vertrauen in die internationale Klimadiplomatie wieder herzustellen und das Zustandekommen tragfähiger Ergebnisse zu ermöglichen, müsse der Lobbyismus der Wirtschaft auf die UN-Verhandlungen drastisch eingeschränkt werden.
Weiger: "Wir werden unseren Protest gegen den Einfluss der großen Energiekonzerne auch auf die deutsche Politik jetzt weiter verstärken. Bewegungen auf lokaler Ebene für eine ökologische und sozial gerechte Energiewende werden wir noch deutlicher unterstützen."
Achtung: Um ca. 13.30 Uhr findet der geschlossene Protestmarsch der Zivilgesellschaft aus dem Konferenzzentrum in Warschau statt.
Pressekontakt:
Antje von Broock, BUND,
Leiterin Klimaschutz,
Mobil in Warschau erreichbar unter: 0049-151-14194613,
E-Mail: antje.vonbroock@bund.net bzw.
Rüdiger Rosenthal,
BUND-Pressesprecher,
Mobil in Warschau: 0049-171-8311051,
E-Mail: ruediger.rosenthal@bund.net,
www.bund.net
PresseKontakt / Agentur:
Antje von Broock, BUND,
Leiterin Klimaschutz,
Mobil in Warschau erreichbar unter: 0049-151-14194613,
E-Mail: antje.vonbroock(at)bund.net bzw.
Rüdiger Rosenthal,
BUND-Pressesprecher,
Mobil in Warschau: 0049-171-8311051,
E-Mail: ruediger.rosenthal(at)bund.net,
www.bund.net
Datum: 21.11.2013 - 12:51 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 985270
Anzahl Zeichen: 3151
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 217 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Nichtregierungsorganisationen verlassen aus Protest die Klimakonferenz in Warschau: Einfluss der Industrie inakzeptabel"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bei der gestern Abend vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium und dem Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Berlin durchgeführten Veranstaltung mit dem Titel "Wundermittel Antibiotika - ihr Einsatz im Tierstall und die Folgen für Mensch und Tier" hat der BUND-V
Deutschland muss im Pariser Klimavertrag 100 Prozent erneuerbare Energien und ausreichend Unterstützung für arme Länder veran ...
Berlin/Bonn: Konsequenteren Klimaschutz und ausreichende Unterstützung für die vom Klimawandel betroffenen ärmeren Länder fordern der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace sowie Oxfam im Vorfeld des am Montag in Bonn startenden letzten Vorbereitungstreffens zur Pariser
Gemeinsame Pressemitteilung von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), DEEPWAVE, Deutsche Umwelthilfe (DUH), Greenpeace, NABU, .... ...
Regierung muss beim Schutz der Meere nachbessern - Verbände kritisieren Maßnahmenplan und legen Schattenliste vor Mit scharfer Kritik reagieren acht deutsche Umweltverbände auf die aktuellen Meeresschutzpläne von Bund und Ländern. "Der vorliegende Entwurf enttäuscht. In dieser Form w
Weitere Mitteilungen von Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND)
"Immer nur mehr Geld bringt keine Fortschritte in der Klimapolitik" - Kurt Lauk, Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V. zu den Klimaverhandlungen in Warschau ...
Zu den derzeit laufenden Klimaverhandlungen in Warschau erklärt der Präsident des Wirtschaftsrates der CDU e.V., Kurt Lauk: "Immer nur mehr Geld bringt keine Fortschritte in der Klimapolitik." "Ergebnisse in Warschau sind so rar wie Wasser in der Wüste. Geld geben wir aller
Über 1700 Filmabende für die Energiewende / Tausende Bürger schauen an diesem Wochenende Film und basteln Drachen für die Demo "Energiewende retten" am 30.11. vor dem Kanzleramt ...
An diesem Wochenende finden in ganz Deutschland private Filmabende für die Energiewende statt. Über 1700 Menschen haben ihre Freunde eingeladen, um mit Ihnen den Dokumentarfilm "Die vierte Revolution - Energy Autonomy" von Carl A. Fechner anzusehen. Der Film war eines der letzten gro
Nichtregierungsorganisationen verlassen aus Protest die Klimakonferenz in Warschau: Einfluss der Industrie inakzeptabel ...
Aus Protest gegen das schleppende Vorankommen und die gleichzeitige Dominanz von Wirtschaftsinteressen bei den Klimaverhandlungen in Warschau verlassen heute Nichtregierungsorganisationen aus aller Welt, darunter der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Greenpeace, WWF und Oxfam,
Q:Charge Europe AG plant Übernahme von MANIR ...
G plant Übernahme von MANIR Vereinbarung unterzeichnet Die Verhandlungen zwischen der Q:Charge Europe AG und der kroatischen Projekt- und Planungsgesellschaft MANIR d.o.o. tragen erste Früchte. Am heutigen Mittwoch unterzeichneten beide Seiten eine Vereinbarung zur Übernahme der Gesellschaf




