Neue OZ: Kommentar zu Container-Reedereien
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Der Verdacht auf Preisabsprachen zwischen Container-Reedereien
kann leicht aufkommen. Denn seit Beginn der Schifffahrtskrise 2008
sind deren Einnahmen dramatisch eingebrochen. Die Reeder unternehmen
zurzeit alles Denkbare, um schwindenden Einnahmen entgegenzuwirken.
So schmieden sie neue Allianzen, um auf den wichtigsten Strecken ihr
Angebot zu bündeln. Damit sind die drei Marktführer um die dänische
Maersk Line bereits in den Fokus der US-Wettbewerbsbehörden geraten.
Tatsächlich kündigen die Reeder in aller Regelmäßigkeit auch
höhere Preise für den Transport von Containern an. Der aktuelle
Verdacht der EU-Kommission, dahinter stünden verbotene Absprachen,
liegt nahe. Doch es stimmt auch, dass die Reeder mit ihren
verdächtigen Ankündigungen wenig Erfolg haben. Oft sind die Preise im
Anschluss noch niedriger als zuvor. Gründe sind die anhaltend
schlechte Nachfrage und deutliche Überkapazitäten durch immer größere
Schiffsneubauten. Das Zusammenspiel aus Angebot und Nachfrage
funktioniert, noch. So bleiben Zweifel: Was passiert, wenn die
Nachfrage wieder anzieht und die Preise steigen? Die Wettbewerbshüter
werden hoffentlich rechtzeitig klären, ob es tatsächlich so etwas wie
ein Container-Kartell gibt.
Alexander Klay
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 22.11.2013 - 22:00 Uhr
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