Neue OZ: Kommentar zu Iran
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Der Atomstreit zwischen dem Westen und dem Iran ist noch nicht
gelöst, doch die nun in Genf erzielte Übereinkunft stellt
zweifelsohne einen Durchbruch dar. In den vergangenen zehn Jahren
stand die Welt oft am Rand eines neuen Nahost-Krieges. Jetzt haben
die USA, die weiteren UN-Vetomächte und Deutschland ein Fundament für
eine nachhaltige Konfliktlösung gelegt. Das ist ein Erfolg - und kein
historischer Fehler, wie Israels konservative Regierung meint.
Teheran muss in den nächsten sechs Monaten beweisen, dass das
Vertrauen des Westens in die Glaubwürdigkeit des gemäßigten
Präsidenten Hassan Ruhani gerechtfertigt ist. Die Kontrolleure der
Internationalen Atomenergie-Behörde müssen Zugang zu den wichtigsten
Nuklearanlagen erhalten. Zudem hat der Iran unzweideutig
sicherzustellen, dass alle Programme zur hochprozentigen
Uran-Anreicherung gestoppt werden. Im Gegenzug lockern USA und EU die
Sanktionen.
Aufgehoben sind die Strafmaßnahmen damit aber noch lange nicht.
Den Diplomaten steht viel Arbeit bevor. Schließlich muss aus der
Übergangslösung eine dauerhafte werden. Dazu sollte der Iran
nachweisbar alles unterlassen, was den Bau einer Atombombe fördern
könnte. Wenn Teheran den Kalten Krieg wirklich beenden will, wird
dies jedenfalls nicht am Willen des Westens scheitern.
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Datum: 24.11.2013 - 22:00 Uhr
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