Neue OZ: Kommentar zu Arbeit / Soziales
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Auf dieses Ergebnis blickt ganz Deutschland: Die Taskforce der
Meyer Werft hat nach dem Tod zweier rumänischer Werftarbeiter
unhaltbare Arbeits- und Wohnbedingungen aufgedeckt. Es gibt
bundesweit in der Industrie kaum vergleichbare Fälle, in denen ein
Unternehmen derart selbstkritisch mit sich ins Gericht gegangen ist.
Wohlgemerkt: Die in Hannover vorgelegten Ergebnisse hat kein
Staatsanwalt aufgedeckt, sondern die Werft aus eigenem Antrieb.
Dieser Wille zur Aufklärung verdient Respekt.
Aber die Ergebnisse enttäuschen. Nichts ist neu: Die miserablen
Wohn- und Arbeitsbedingungen sind seit Monaten ebenso bekannt wie die
ungerechte Bezahlung der osteuropäischen Arbeiter.
Die wichtigste Antwort ist die Taskforce zudem schuldig geblieben:
Was hat sich an den im Sommer aufgedeckten Missständen gebessert? So
ist beispielsweise die Einführung eines Mindestlohns überhaupt keine
Garantie dafür, dass das Geld auch bei osteuropäischen Arbeitern
ankommt.
Die Vorgaben von Sozialcharta und Verhaltenskodex dürften auch
kaum in die streng abgeschotteten Gruppen der ausländischen
Werkvertragsarbeiter vordringen.
Die Arbeit der Taskforce ist mit diesem Bericht nicht beendet. Im
Gegenteil: Sie hat gerade erst begonnen.
Stefan Prinz
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Datum: 26.11.2013 - 22:00 Uhr
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