Amoklauf: den Opfern langfristig beistehen
ID: 990276
oklauf: den Opfern langfristig beistehen
Amokläufe treten fast immer ohne Vorwarnung auf. Die individuelle Motivation der Täter ist höchst unterschiedlich. Hinter den Taten können psychische Störungen stecken, doch oft ist auch keine Erklärung möglich. Nur in seltensten Fällen nahmen Amokläufer vor ihrer Tat eine psychologische oder psychiatrische Behandlung in Anspruch. "Amokläufer sind in der Regel nicht unsere Patienten", stellt Professor Thomas E. Schläpfer, Bonn, von der DGPPN fest. "Menschen mit psychischen Erkrankungen sind weder gefährlich noch aggressiv. Nur in Ausnahmefällen kommt es manchmal zu kritischen Situationen. Deshalb ist es wichtig, dass psychiatrische Patienten im Rahmen der Berichterstattung zu Amokläufen nicht stigmatisiert werden."
Die DGPPN setzt sich nicht nur auf ihrem diesjährigen Kongress dafür ein, den Blick auf die Opfer und ihre Angehörigen zu lenken. Wer einen Amoklauf miterleben musste, leidet oft noch Jahre danach an den psychischen Folgen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Angstzustände oder Schlafstörungen. "Für viele Opfer ist der Weg zurück in ihr gewohntes Leben nicht mehr möglich. Das Erlebte hinterlässt in der Psyche tiefe Spuren. In der unmittelbaren Zeit nach der Tat werden die Opfer therapeutisch betreut. Doch wie sieht es nach ein oder zwei Jahren aus?", fragt Professor Henning Saß, Vorsitzender der unabhängigen Expertenkommission für Recht und Psychiatrie der DGPPN. Die Fachgesellschaft fordert deshalb, die Versorgung der Opfer weiter auszubauen, um eine Chronifizierung der Störungen zu vermeiden. Dazu müssten die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie dringend mit einbezogen werden.
Der DGPPN Kongress ist Europas größte Fachtagung auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit. Über 9000 Ärzte, Wissenschaftlicher und Therapeuten werden vom 27. bis 30. November in Berlin erwartet. Mit dem Leitmotiv "Von der Therapie zur Prävention" steht in diesem Jahr ein hochaktuelles Thema im Vordergrund. Das umfangreiche Programm spricht nicht nur die Fachwelt und Politik an, sondern richtet sich mit einer Reihe von Veranstaltungen auch an das breite Publikum.
Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
Fax.: 030.2404 772-29
E-Mail: pressestelle@dgppn.de
Amokläufe treten fast immer ohne Vorwarnung auf. Die individuelle Motivation der Täter ist höchst unterschiedlich. Hinter den Taten können psychische Störungen stecken, doch oft ist auch keine Erklärung möglich. Nur in seltensten Fällen nahmen Amokläufer vor ihrer Tat eine psychologische oder psychiatrische Behandlung in Anspruch. "Amokläufer sind in der Regel nicht unsere Patienten", stellt Professor Thomas E. Schläpfer, Bonn, von der DGPPN fest. "Menschen mit psychischen Erkrankungen sind weder gefährlich noch aggressiv. Nur in Ausnahmefällen kommt es manchmal zu kritischen Situationen. Deshalb ist es wichtig, dass psychiatrische Patienten im Rahmen der Berichterstattung zu Amokläufen nicht stigmatisiert werden."
Die DGPPN setzt sich nicht nur auf ihrem diesjährigen Kongress dafür ein, den Blick auf die Opfer und ihre Angehörigen zu lenken. Wer einen Amoklauf miterleben musste, leidet oft noch Jahre danach an den psychischen Folgen. Zu den häufigsten Krankheitsbildern gehören posttraumatische Belastungsstörungen, Depressionen, Angstzustände oder Schlafstörungen. "Für viele Opfer ist der Weg zurück in ihr gewohntes Leben nicht mehr möglich. Das Erlebte hinterlässt in der Psyche tiefe Spuren. In der unmittelbaren Zeit nach der Tat werden die Opfer therapeutisch betreut. Doch wie sieht es nach ein oder zwei Jahren aus?", fragt Professor Henning Saß, Vorsitzender der unabhängigen Expertenkommission für Recht und Psychiatrie der DGPPN. Die Fachgesellschaft fordert deshalb, die Versorgung der Opfer weiter auszubauen, um eine Chronifizierung der Störungen zu vermeiden. Dazu müssten die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie dringend mit einbezogen werden.
Der DGPPN Kongress ist Europas größte Fachtagung auf dem Gebiet der psychischen Gesundheit. Über 9000 Ärzte, Wissenschaftlicher und Therapeuten werden vom 27. bis 30. November in Berlin erwartet. Mit dem Leitmotiv "Von der Therapie zur Prävention" steht in diesem Jahr ein hochaktuelles Thema im Vordergrund. Das umfangreiche Programm spricht nicht nur die Fachwelt und Politik an, sondern richtet sich mit einer Reihe von Veranstaltungen auch an das breite Publikum.
Kontakt
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
Fax.: 030.2404 772-29
E-Mail: pressestelle@dgppn.de
PresseKontakt / Agentur:
DGPPN-Pressestelle
Reinhardtstraße 27 B
10117 Berlin
Tel.: 030.2404 772-11
Fax.: 030.2404 772-29
E-Mail: pressestelle(at)dgppn.de
Datum: 29.11.2013 - 10:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 990276
Anzahl Zeichen: 5197
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 270 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Amoklauf: den Opfern langfristig beistehen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
r-Medaille der DGPPN verliehen Mit der Wilhelm-Griesinger-Medaille 2013 der DGPPN würdigt die Fachgesellschaft die besonderen Leistungen von Prof. Dr. Dr. Heinz Häfner (Mannheim) in der Forschung und Versorgung psychischer Erkrankungen. Prof. Häfner ist Gru¨nder des Zentralinstituts fu¨r See
Stress am Arbeitsplatz: Arbeitgeber, Politik und Beschäftige sind gefordert ...
platz: Arbeitgeber, Politik und Beschäftige sind gefordert Beschäftigung und Arbeit sind ein zentraler Bestandteil unseres Lebens. Rund 55.000 Stunden verbringen wir in unserem Erwerbsleben am Arbeitsplatz. Solange die Arbeit nicht übermäßig belastet, fördert sie das psychische Wohlbefin
DGPPN-Forschungspreise 2013: vier Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet ...
reise 2013: vier Nachwuchswissenschaftler ausgezeichnet Zur Förderung von Wissenschaft und Karriere im Bereich Psychiatrie und Psychotherapie schreibt die DGPPN in jedem Jahr zahlreiche Preise aus. Dabei setzt sie einen besonderen Schwerpunkt auf die Nachwuchsförderung. Mit dem DGPPN-Forschungs
Weitere Mitteilungen von Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde
Den Künstlern auf der Spur ? Archäologische Erforschung der Nok-Kultur ...
der Spur - Archäologische Erforschung der Nok-Kultur Am Donnerstag (5. Dezember) berichtet Prof. Peter Breunig, der seit 20 Jahren mit seinem Team in Nigeria forscht, von den großen Fortschritten bei den Ausgrabungen der vergangenen Jahre, aber auch von den dafür notwendigen Methoden und spez
Virtuelle Elektromobilität in München - Forschungsprojekt simuliert Elektroautos ...
mobilität in München - Forschungsprojekt simuliert Elektroautos Zurzeit werden die letzten Smartphones noch an die Projektteilnehmer ausgegeben. Danach beginnt die erste Phase des Projekts "Virtuelle Elektromobilität im Taxi- und Gewerbeverkehr München" (VEM) mit der Erhebung des Mo
Psychische Erkrankungen: verantwortungsvoller Umgang mit Diagnosen ...
kungen: verantwortungsvoller Umgang mit Diagnosen Auf den ersten Blick scheinen psychische Erkrankungen in der Bevölkerung zuzunehmen. Die Krankenkassen melden etwa seit Mitte der Neunzigerjahre in ihren Gesundheitsberichten stetig steigende Fallzahlen. "Doch alle großen Studien, in denen
Umfrage zeigt: Europakenntnisse bei Deutschen ungenügend ...
Zahlreiche Länder sind für einen Großteil der Befragten 'böhmische Dörfer' Wie viele europäische Staaten gibt es? 15, 28 oder gar 47? Und wie heißen diese Länder? Wie heißen die dazu gehörenden Hauptstädte? Nach einer Umfrage unter 1000 Menschen in ganz Deutschland wuss




