Aachener Nachrichten: Kommentar: Schluss mit lustig! Warum Slomka und Gabriel ein Gewinn für das Fernsehen sind.Von Marco Rose
ID: 990738
zu bestaunen: Streit! Zwischen einem Politiker und einer
Journalistin! In aller Öffentlichkeit ausgetragen! Ja, wo sind wir
denn hier? Dem mit unsäglichen Kungel-Kuschel-Talkrunden
sozialisierten Fernsehzuschauer mag derlei durch den Kopf geschossen
sein, als ein sichtlich genervter Sigmar Gabriel im Interview auf
Marietta Slomka traf. Die ZDF-Moderatorin hatte sich offenbar fest
vorgenommen, den SPD-Chef an diesem Abend ins Schwitzen zu bringen.
Von einem "Eklat" war später die Rede. Selbst die amtierende
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder von der CDU sah sich
genötigt, dem armen Spitzengenossen via Twitter beizuspringen: "Er
hatte einfach nur recht." Dabei zeigte das Interview und vor allem
die anschließende Debatte nur eines: Kontroverse Aussprachen und
Interviews mag das deutsche Publikum zwar nicht gewohnt sein; aber
sie sind das Salz in der Suppe des Journalismus und sicher auch der
Demokratie. So spielt keine Rolle, wer nun am Ende wirklich im Recht
ist: die etwas zu aufgekratzt wirkende Slomka, deren Nachhaken
penetrant wirkte; oder Gabriel, dessen persönlicher Angriff auf die
Moderatorin nicht unbedingt als Ausweis von Souveränität zu werten
sein dürfte. Wenn über Politik öffentlich und leidenschaftlich
gestritten wird, dann ist das schon ein Gewinn für das deutsche
Fernsehen. Politiker und Journalisten sind Menschen, keine Maschinen.
Sie sind gelegentlich eitel, pampig oder angriffslustig. Und es ist
schön, wenn man das auch ab und an zu sehen bekommt.
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Datum: 29.11.2013 - 16:36 Uhr
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