Neue OZ: Kommentar zu Parteien / CDU / EU
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Die Region Osnabrück-Emsland darf hoffen, auch in der nächsten
Legislaturperiode mit einem Abgeordneten im Europaparlament vertreten
zu sein: Nach der jahrzehntelangen Ära Hans-Gert Pöttering schickt
sich nun der Emsländer Jens Gieseke zum Sprung nach Brüssel an.
Zwar bietet der Listenplatz vier keine Garantie für ein Mandat,
doch bestehen dafür zumindest reelle Aussichten. Dies erreicht zu
haben bedeutet für den hiesigen Bezirksverband einen Erfolg, der
keineswegs selbstverständlich war. Zum einen wurden auch aus anderen
Landesteilen, die Jahrzehnte den Spitzenplatz für Pöttering
respektieren mussten, Ansprüche laut, zum anderen präsentierte
Osnabrück/Emsland mit Gieseke einen bislang politisch noch nicht in
Erscheinung getretenen Kandidaten. Da war selbst mit ostfriesischer
Unterstützung Rang vier das Maximum.
Mit geschicktem Taktieren hat Bezirkschef Mathias Middelberg in
diesem Fall seine erste echte Bewährungsprobe bestanden. Ihm ist es
auch gelungen, die Geschlossenheit des Verbandes zu wahren, nachdem
es zuvor bei der internen Bewerberkür mit dem Kopf-an-Kopf-Rennen
zwischen Benedikt Pöttering und Jens Gieseke fast eine Lagerbildung
gegeben hatte. Mit der weitgehenden Absicherung des eigenen
Kandidaten bleiben dem Bezirk auch unangenehme Debatten im Nachhinein
erspart, die zu einer Beeinträchtigung der Schlagkraft hätten führen
können.
Hans Brinkmann
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Neue Osnabrücker Zeitung
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Datum: 01.12.2013 - 22:00 Uhr
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