KfW finanziert georgische "Energiebrücke" mit 100 Mio. EUR - Strom als Exportgut
ID: 994612
- Einweihung einer georgischen Umspannstation: Startschuss für
"Schwarzmeer-Energieverbund"
- Sicherstellung einer verlässlichen, kostengünstigen und
effizienten Energieversorgung
- Verringerte CO2-Emissionen durch starken Einsatz von Wasserkraft
Der Geschäftsbereich KfW Entwicklungsbank hat heute gemeinsam mit
dem georgischen Premierminister Irakli Gharibashvili, dem türkischen
Energieminister Taner Yildiz sowie dessen aserbaidschanischen
Amtskollegen Natig Alijew die georgische Elektrizitätsumspannstation
Akhaltsikhe eingeweiht. Die Anlage wurde im Auftrag des
Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
(BMZ) mit 100 Mio. EUR durch die KfW finanziert und durch eine
Teilgarantie der Österreichischen Entwicklungsbank OeEB unterstützt.
Sie fungiert im Rahmen des "Schwarzmeer-Energieverbunds" als
"Energiebrücke" zwischen Europa und den anderen kaukasischen Staaten.
Die Stromnetze Georgiens, Aserbaidschans, Russlands und der Türkei
sind ab sofort erstmals direkt miteinander verbunden und ermöglichen
den Export von Strom über die Türkei nach Europa. Der
"Schwarzmeer-Energieverbund" schafft die Voraussetzugen, das
Wasserkraftpotential Georgiens weiter zu erschließen und damit allein
in der Türkei bis zu 1 Mio. Tonnen CO2 pro Jahr einzusparen. Die
Gesamtkosten des Energieverbundes.belaufen sich auf 290 Mio. EUR.
Davon wurden neben dem deutschen Beitrag jeweils 80 Mio. EUR von der
Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBRD) und der
Europäischen Investitionsbank (EIB) finanziert; einen Zuschuss von 8
Mio. EUR steuerte die Neighbourhood Investment Facility (NIF) der EU
bei. Die georgische Seite stellte die übrigen Mittel zur Verfügung.
"Mit der Einweihung der georgischen Umspannstation ist der letzte
Baustein des "Schwarzmeer-Energieverbunds" fertig gestellt und eine
verlässliche, kostengünstige und effiziente Energieversorgung in
Georgien und den kaukasischen Nachbarstaaten gewährleistet. Energie
ist eine wichtige Voraussetzung für die Bekämpfung der Armut,
wirtschaftliches Wachstum und Wohlstand in der Region", sagt Dr.
Norbert Kloppenburg, Mitglied des Vorstands der KfW.
Die KfW ist der führende Geber im georgischen Energiesektor und
hat seit Beginn der Zusammenarbeit im Jahr 1993 wesentlich zur
Stabilisierung und Reform des Sektors beigetragen. Insgesamt sind
seither 272 Mio. EUR im Rahmen von zehn Vorhaben eingesetzt worden.
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Datum: 11.12.2013 - 11:41 Uhr
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