Kauder: Wir setzen uns weiterhin für bedrängte Christen weltweit ein
ID: 999706
am (gestrigen) Sonntag am Fest zum 20-jährigen Bestehen des
koptisch-orthodoxen Klosters der Heiligen Jungfrau Maria und des
Heiligen Mauritius in Höxter teilgenommen. Dort traf er erneut mit
dem koptischen Papst Tawadros II. zusammen, der im Rahmen seines
Deutschlandbesuchs die Taufkapelle des Klosters weihte. Für Februar
kündigte der Fraktionsvorsitzende eine Reise nach Ägypten an, um sich
über die Lage der Christen vor Ort ein Bild zu machen. Zur Situation
der Kopten in Ägypten und der Christen weltweit erklärte Volker
Kauder:
"An Weihnachten denken wir besonders an die Christen weltweit, die
wegen ihres Glaubens verfolgt oder bedrängt werden. In vielen Ländern
ist ihre Situation bedrohlich - beispielsweise in Nordkorea, wo schon
das Bekenntnis zum Christentum und der Besitz einer Bibel Grund für
eine Verhaftung sein kann. Auch in Irak und Nigeria, wo sie dem
Terror islamistischer Extremisten ausgesetzt sind, leben Christen in
ständiger Gefahr. Anlass zu großer Sorge gibt auch die Lage in
Syrien. Der syrische Bürgerkrieg nimmt allmählich den Charakter eines
religiösen Konfliktes an, in dem sich verschiedene Fraktionen
muslimischer Parteien bekämpfen und die Christen zwischen allen
Stühlen sitzen.
Wir dürfen deshalb nicht nachlassen, uns für Religionsfreiheit
einzusetzen. Wir müssen unsere Stimme erheben, um den bedrängten
Glaubensschwestern und - brüdern zu helfen. Beim Umgang mit der Frage
bedrohter Christen ist es wichtig, die Dinge beim Namen zu nennen.
Schon indem wir öffentlich auf ihre Situation aufmerksam machen,
können wir Zeichen setzen. Und wenn wir bei Regierungsvertretern der
betreffenden Länder immer wieder nachhaken, können wir
Erleichterungen für die Christen erreichen.
Speziell in Ägypten gibt es Hoffnung, dass sich mit der neuen
Verfassung, die Mitte Januar in einem Referendum beschlossen werden
soll, die Situation für die koptischen Christen verbessert. Der
Entwurf definiert zwar - wie auch die vorausgegangenen Verfassungen -
den Islam als offizielle Staatsreligion, er enthält aber ein
Bekenntnis zu den meisten Grund- und Menschenrechten. Daher sollte
man davon ausgehen können, dass auch die Rechte der christlichen
Minderheit nun stärker zur Geltung kommen. Was am Ende zählt, ist die
Verfassungswirklichkeit, nämlich dass Christen in Frieden mit ihren
Mitmenschen dort leben und sich zu ihrem Glauben bekennen können.
Im Anschluss an das Verfassungsreferendum sind in Ägypten
Neuwahlen des Parlaments und des Präsidenten vorgesehen. Wir sind
weiterhin bereit, Ägypten zur Seite zu stehen, wenn dort
demokratische Regeln, Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit gewahrt
werden. Wir verlangen nicht viel, aber für uns ist wichtig, dass die
neue Regierung die Christen schützt."
Hintergrund:
Für Volker Kauder und Tawadros II. war es bereits die zweite
Begegnung. Drei Monate nach seiner Wahl zum weltweiten Oberhaupt der
koptisch-orthodoxen Kirche am 4. November 2012 hatte Tawadros II.
Volker Kauder als ersten deutschen Politiker in Kairo empfangen.
Der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende ist im Verlauf der vergangenen
Jahre - insbesondere in Zusammenhang mit dem arabischen Frühling -
bereits dreimal nach Ägypten gereist, um sich ein Bild von der Lage
der koptischen Christen im Land zu machen. Er sprach dabei jeweils
mit Vertretern von Regierung und Opposition sowie von Kopten und
Muslimen. In Höxter kündigte Kauder eine weitere Reise nach Ägypten
im Februar an.
Von den 80 Millionen Einwohnern Ägyptens sind knapp zehn Prozent
Christen, die meisten gehören der koptisch-orthodoxen Kirche an. Sie
leiden unter Diskriminierung und immer wieder auch unter Angriffen
von Seiten islamistischer Extremisten.
In Deutschland leben schätzungsweise 6.000 Kopten. Das Kloster in
Höxter in Ostwestfalen ist die Zentrale der koptischen Gemeinschaft
in Deutschland, deren Oberhaupt Bischof Anba Damian dort residiert.
Pressekontakt:
CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Pressestelle
Telefon: (030) 227-52360
Fax: (030) 227-56660
Internet: http://www.cducsu.de
Email: pressestelle@cducsu.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 23.12.2013 - 10:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 999706
Anzahl Zeichen: 4677
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Berlin
Kategorie:
Außenhandel
Diese Pressemitteilung wurde bisher 549 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Kauder: Wir setzen uns weiterhin für bedrängte Christen weltweit ein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
CDU/CSU - Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Breiter Ansatz der unabhängigen Expertenkommission wird begrüßt Heute hat die unabhängige Regierungskommission die Empfehlungen für ein gutes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen in der digitalen Welt veröffentlicht. Dazu erklärt die Stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfra
Zippelius: Deutschland muss finanzielle Mittel für die UN gezielter einsetzen ...
Die gescheiterte Bewerbung für einen Sitz im Sicherheitsrat gibt Anlass zur Debatte Die Bewerbung Deutschlands für einen nichtständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat ist gescheitert. Als Konsequenz hat Bundesaußenminister Johann Wadephul eine deutlichere Positionierung Deutschlands gegenüber den
Mack: Neustart für starke Kommunen ...
Starke Kommunen sind Voraussetzung für einen funktionierenden Staat Die Arbeitsgemeinschaft Kommunalpolitik hat im Rahmen einer Klausurtagung und eines kommunalpolitischen Austauschs mit Ländervertretern über effektive Entlastung von Städten, Kreisen und Gemeinden beraten. Dazu erklärt der Vo
Weitere Mitteilungen von CDU/CSU - Bundestagsfraktion
Neuer Rekord: Ein Viertel des Stroms stammt 2013 von Wind, Sonne und Co. / Steigende Kohlverstromung und starke Zuwächse beim Export führen zum "Energiewende-Paradox" steigender CO2-Emissi ...
Im Jahr 2013 ist der Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromversorgung erneut auf einen Rekordwert angewachsen: 24,7 Prozent des Stroms und damit jede vierte verbrauchte Kilowattstunde stammten von Wind-, Solar-, Wasser-, Biogas- und Erdwärmekraftwerken. Das ist ein Wachstum von 1,1 Prozentpu
Lausitzer Rundschau: Auf dem Weg zur Symbolfigur Warum Chodorkowski ein Gegenspieler Putins bleibt ...
Wer Michail Chodorkowski gestern in Berlin beobachtet hat, der hat keinen gebrochenen Mann erlebt. Zehn Jahre Lagerhaft haben den 50-Jährigen offenbar nicht vollends verzweifeln lassen. In der Euphorie um seine Freilassung muss aber auch daran erinnert werden, dass der Großkapitalist und Ölma
Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Chodorkowski ...
Michail Chodorkowski war kein Waisenknabe, als er am 25. Oktober 2003 aus einem Privatflugzeug geholt wurde und für zehn Jahre in Russlands Gulag verschwand. Am Freitag war der 50-Jährige ein anderer Mensch, als er in St. Petersburg einen deutschen Privatjet bestieg, »und die Wachmannschaften
neues deutschland: Gegen eineÜberschätzung Chodorkowskis ...
In den ersten 36 Stunden nach der Freilassung blieben Michail Chodorkowski und sein Unterhändler Hans-Dietrich Genscher diplomatisch zurückhaltend. Doch sprießen nach seiner Begnadigung und Ausreise einige Legenden. Dafür sorgen näher oder ferner Beteiligte, auch zeitweilige Nutznießer plÃ




