Lausitzer Rundschau: Viel Vorschusslorbeer
Von der Leyens Besuch in Afghanistan
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für die eigene Vermarktung. Während sich die Öffentlichkeit noch am
Neuigkeitswert der ersten Verteidigungsministerin in der Geschichte
des Landes abarbeitet, reiste die "Mutter der Kompanie" mit großem
medialen Gefolge nach Afghanistan, um den dort stationierten
deutschen Soldaten unmittelbar vor Weihnachten ihre Aufwartung zu
machen. Fehlte eigentlich nur noch Johannes B. Kerner als
persönlicher Betroffenheits-Befrager an ihrer Seite. Aber das wäre
wohl des Guttenberg zuviel gewesen. Festzuhalten bleibt, dass sich
der Neuigkeitswert um von der Leyens politische Verwendung schnell
abschleifen wird. Dazu sind die Probleme in der Truppe nämlich zu
groß. Angefangen von der gescheiterten Drohnen-Beschaffung über
mangelnde Sicherheitsausrüstung bis zur Reform einer reinen
Berufsarmee, in der die Bundeswehr gerade steckt. In den letzten 13
Jahren haben die Soldaten immerhin sechs oberste politische
Dienstherren gehen und kommen sehen. Scharping, Struck, Jung,
Guttenberg, de Maiziére und nun also von der Leyen. Schon ihr
nächster Besuch in Afghanistan könnte zeigen, was die vielen
politischen Vorschusslorbeeren wert waren.
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Datum: 23.12.2013 - 20:57 Uhr
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