mehnert / paris GmbH
Der Tiemann-Preis:
Seit 2023 verleiht die Ingeborg und Dr. H. Jürgen Tiemann-Stiftung jährlich den mit bis zu 50.000 Euro dotierten Tiemann-Preis. Das Stifterpaar möchte mit dem Tiemann-Preis Häuser im Ausbau ihrer Sammlungen unterstützen und zugleich künstlerische Positionen würdigen, die auf dem Gebiet der zeitgenössischen Malerei einen wesentlichen Beitrag zum aktuellen Kunstdiskurs leisten. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass dank dieser Förderung herausragende malerische Positionen dauerhaft der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine fünfköpfige Fachjury wählt - unabhängig vom Stifterpaar - jedes Jahr eine*n Preisträger*in aus. Der Tiemann-Preis ist ein außergewöhnlich hoch dotierter Ankaufspreis und in seiner Ausrichtung einzigartig in Deutschland.
Marta Herford:
Das von Stararchitekt Frank Gehry entworfene Marta Herford ist mit seiner geschwungenen Form, der roten Backsteinfassade und dem markanten Edelstahldach ein architektonisches Wahrzeichen weit über die Region Ostwestfalen-Lippe hinaus. Das international ausgerichtete Museum für zeitgenössische Kunst mit besonderem Blick auf Architektur und Design bietet Raum für vielfältige künstlerische Auseinandersetzungen. Seit seiner Eröffnung im Jahr 2005 umfasst das Profil des Hauses neben wechselnden Ausstellungen auch eine Sammlung von mittlerweile rund 500 Werken mit Schwerpunkt auf installativen Raumkonzepten. Die besondere Architektur ermöglicht dabei multisensorische Kunsterlebnisse. Mit Cafe, Veranstaltungsräumen und einer Vermittlungsetage schafft das Museum zudem einen offenen Rahmen für Austausch, Bildung und kulturelle Praxis.
Die Künstlerin:
Kerstin Brätsch (*1979 in Hamburg, lebt in Berlin und New York) zählt zu den prägenden Stimmen zeitgenössischer Malerei. Ihre Arbeiten bewegen sich zwischen Bildtradition, Materialforschung und kollektiven Arbeitsformen. Brätsch studierte an der UdK Berlin und der Columbia University New York und lehrt heute in Hamburg. In Kollaborationen - etwa als Duo DAS INSTITUT (mit Adele Röder), sowie KAYA (mit Debo Eilers) - lotet sie mediale und konzeptuelle Grenzen der Malerei aus. Ihre Werke waren u. a. im MoMA (New York), der Serpentine Gallery (London), der Kunsthalle Zürich sowie auf der Venedig-Biennale (2011, 2022) zu sehen und sind in internationalen Sammlungen wie dem Museum Brandhorst und dem Museum of Modern Art vertreten.
