Bizarre Werbung fuer den Schenkelbrand darf keinen Erfolg haben
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Bizarre Werbung fuer den Schenkelbrand darf keinen Erfolg haben
Der Lobbyismus von Verbaenden, die bei Abgeordneten fuer ihr Anliegen werben, ist die eine Sache. Was hier geschieht, ist etwas, was weit darueber hinausgeht und jeden wuetend machen muss, der es mit dem Tierschutz ernst nimmt: Abgeordnete werden eingeladen zusehen, wie Fohlen ein Brandzeichen am Schenkel angebracht wird. Es wird so getan, als sei dieser Schenkelbrand eine "tierschutzgerechte Methode der Kennzeichnung."
Dabei handelt es sich um eine vielfach widerlegte Behauptung.
Beim "Schenkelbrand" erleiden die Jungtiere hochgradige Verbrennung. Die Praxis des Schenkelbrandes stoesst bei Tieraerzten und bei Tierschutzverbaenden schon lange auf Kritik.
Sie fuegt den Tieren unnoetig Schmerzen zu und ist ueberfluessig. Es gibt Alternativen, die dem vorzuziehen sind, weil sie dem Wohl der Tiere und dem Ziel einer Kennzeichnung weitaus besser gerecht werden: Eine individuelle und unverwechselbare Kennzeichnung ist durch einen Transponderchip gewaehrleistet, mit dem seit dem 1. Juli 2009 alle Fohlen EU-weit gekennzeichnet werden muessen.
Die Freunde des "Schenkelbrandes" geben aber nicht auf.
Bedauernswert ist nicht allein die Geschmacklosigkeit einer solchen Vorfuehrung, bedauernswert ist vor allem, dass diese Art der Propaganda offenbar Erfolg zeigt. Am 16. Maerz stand ein Antrag der SPD zum "Schenkelbrand" im Ausschuss fuer Ernaehrung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auf der Tagesordnung. Er wurde von den Koalitionsfraktionen systematisch blockiert und nicht einmal zur Beratung zugelassen. Ein verheerendes Signal fuer den Tierschutz in Deutschland.
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Datum: 21.03.2011 - 20:15 Uhr
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