EGB-Aktionstag gegen Sozialabbau
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EGB-Aktionstag gegen Sozialabbau
Frankfurt am Main ? Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) kritisiert, dass die europäischen Regierungen die Menschen in der EU aus dem Blick verloren haben. "Die EU wird von vielen zunehmend nur noch als Interessenvertreter der Wirtschaft wahrgenommen. Während Banken mit Euro-Milliarden gestützt werden, erleben die Bürger einen fortschreitenden Sozialabbau und müssen sinkende Löhne und Renten verkraften. Die Betroffenen haben dafür kein Verständnis. Die Akzeptanz für die Staatengemeinschaft sinkt", warnte der IG BAU-Bundesvorsitzende Klaus Wiesehügel anlässlich des heutigen (für die Red. 21. Juni 2011) Aktionstages des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB) in Luxemburg. Der EGB wendet sich mit der Demonstration gegen Angriffe auf die Tarifautonomie, Einschnitte in die Sozialsysteme sowie eine Sparpolitik zu Lasten der Beschäftigten.
Die Euro-Krise hat die Mängel der Wirtschaftspolitik in Europa überdeutlich gemacht. Es fehlt an Investitionen für sichere Jobs, gleichzeitig wird einem aufgeblähten Finanzmarkt jegliches Risiko für hochspekulative Geschäfte von den Staaten abgenommen. "Die Anreize werden falsch gesetzt", stellte Wiesehügel fest. "Statt überzogene Renditen aus kurzfristigen Spekulationen zu ziehen, muss es sich für die Finanzwirtschaft stärker lohnen, in solide Projekte zu investieren." Um die ausufernden Spekulationen einzudämmen und die Finanzmärkte an der Krisenfinanzierung zu beteiligen, fordert die IG BAU die Einführung einer Finanztransaktionssteuer in Europa. "Riskantes Verhalten wird für die Finanzmarktakteure damit unattraktiver", sagte Wiesehügel. "Zugleich kann die öffentliche Hand mit den Einnahmen aus der Steuer in eine funktionierende Infrastruktur investieren. Das sichert die Voraussetzungen für langfristiges Wachstum der Realwirtschaft und schafft gleichzeitig Arbeitsplätze."
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Ruprecht Hammerschmidt
Pressesprecher IG Bauen-Agrar-Umwelt
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Datum: 22.07.2011 - 08:10 Uhr
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