Rheinische Post: Waffen für Syrien
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Am Ende hat Goliath gegen David gesiegt, haben die Truppen von
Syriens Diktator Baschar al Assad die Rebellenhochburg Homs gestürmt.
Das ist vor allem auch ein psychologischer Rückschlag für die
Opposition, denn er hat aller Welt gezeigt, wie sehr die Rebellen der
hochgerüsteten Armee des Regimes unterlegen sind. Trotzdem könnte der
erst nach einer brutalen Belagerung errungene militärische Erfolg zum
Wendepunkt in der Auseinandersetzung zwischen Assad und seinen
Gegnern werden. Denn er nimmt den Befürwortern eines rein zivilen
Widerstands die letzten Argumente. Die Bewaffnung der Opposition
scheint beschlossene Sache, und das Szenario eines möglicherweise
jahrelangen Bürgerkriegs damit unabwendbar. Das ist keine gute
Nachricht, und natürlich geht es bei der militärischen Hilfe auch um
politische Einflussnahme. Syrien ist längst zum Schlachtfeld der
rivalisierenden Regionalmächte geworden, der Iran und seine
Handlanger stehen auf der einen Seite, die Öl-Monarchien und ihre
Petro-Dollars auf der anderen. Aber wie soll man den Befürwortern von
Waffenlieferungen schon widersprechen, wenn ein Diktator seinerseits
mit Artillerie auf Wohngebiete schießen und Zivilisten grausam
foltern lässt?
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Datum: 01.03.2012 - 20:51 Uhr
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