Syrische Flüchtlingskinder hochgradig traumatisiert, Betreuungsbedarf steigt dramatisch

Syrische Flüchtlingskinder hochgradig traumatisiert, Betreuungsbedarf steigt dramatisch

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Aktuelle Berichte aus den Flüchtlingslagern in der Grenzregion



(firmenpresse) - Berlin, 21. März 2012. Syrische Flüchtlingskinder sind zunehmend traumatisiert, so berichten Mitarbeiter der Kinderrechtsorganisation Save the Children aus dem Libanon. Die Organisation ist vor Ort, um den Kindern ein wenig Normalität zurückzugeben.

Im libanesischen Machta Hammud, einem Dorf unweit der Grenze zu Syrien, unterstützt Save the Children ein Betreuungszentrum für syrische Flüchtlingskinder. Finanziert wird es vom Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen. In den letzten Wochen haben die Herausforderungen dramatisch zugenommen.

"Wir haben festgestellt, dass die Kinder, die jetzt ankommen, große Angst haben. Sie müssen von Psychologen betreut werden. Sie sind wirklich traumatisiert. Bei denen, die vor ihnen kamen, war das noch nicht der Fall", so die Leiterin des Zentrums. Mit Hilfe von Psychologen eröffnen die Mitarbeiter von Save the Children den Mädchen und Jungen Wege zurück in eine Art Normalität. Sie sollen ungestört spielen können und auch bei der Bildung nicht den Anschluss verlieren. Betreuerin Elise malt mit den Kindern: "Anders können sie ihre Gefühle nicht ausdrücken. Mit den Zeichnungen verarbeiten sie ihre Erlebnisse. Die Kinder können nicht einfach so vergessen, was ihnen zugestoßen ist - ihre Erlebnisse in Syrien sind noch zu frisch." Die Bilder sind voll von Panzern, Kampfhubschraubern und Soldaten mit Waffen.

Sanna Johnson, bei Save the Children zuständig für den Nahen Osten, nannte die Geschichten, die die Kinder den Mitarbeitern erzählen, "herzzerreißend". "Wir wissen, dass die Kinder völlig verängstigt sind durch die Kämpfe und die Flucht aus Syrien, und auch dass sie sich große Sorgen machen um die Verwandten, die noch immer in Syrien sind", so Johnson. "All dies unterstreicht die Dringlichkeit des uneingeschränkten Zugangs für Hilfsorganisationen, damit Nahrungsmittel, Trinkwasser und Medikamente geliefert und den traumatisierten Kindern geholfen werden kann."



Save the Children arbeitet in den Grenzgebieten Libanons und Jordaniens zu Syrien und unterstützt Flüchtlingsfamilien darin, die furchtbaren Erlebnisse zu verarbeiten, sowie bei der Rückkehr ihrer Kinder auf die Schulbank.

Weitere Stimmen aus dem Podcast anbei:

Adnan, 10 Jahre, kam mit seiner Schwester nach Libanon, während die Mutter in Syrien zurückblieb: "Was uns am meisten Angst gemacht hat, war, dass wann immer die Bomben kamen, wir zuerst dachten, dass es weit weg sei - und dann war es doch so nah."

Jabber aus Baba Amr, dem umkämpftesten Viertel von Homs, berichtet: "Es gibt überhaupt keine geeignete Nahrung mehr für Kinder. Kein Brot, kein Essen für mehr als einen Monat nun schon in Baba Amr. Bei Regen fangen die Leute mit Eimern Trinkwasser auf."

Falls Sie Interesse an Bildmaterial von der Arbeit von Save the Children im syrischen Grenzgebiet haben, schauen Sie sich unsere Bilddatenbank zum Thema unter http://storycentral.savethechildren.org.uk/?c=11400&k=f91959ae43 an oder melden Sie sich bei der Pressestelle in Berlin.

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Datum: 21.03.2012 - 16:31 Uhr
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