WAZ: Die Bürokratie lebt. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein
ID: 603870
Bildungspaket ist das Ergebnis eines Bund-Länder-Kompromisses,
erzwungen vom Bundesverfassungsgericht.
Dabei steht mit 642 Millionen Euro durchaus eine Menge Geld zur
Verfügung. Doch aus Angst vor zu viel Staat mit flächendeckenden
Ganztagsschulen und Förderprogrammen soll es nicht direkt in die
Schulen fließen. Auf der anderen Seite ist die Sorge groß,
arbeitslose Eltern könnten sich aus der Verantwortung stehlen, wenn
ihre Kinder einfach so ein Mittagessen bekommen.
Völlig schmerzfrei sind die Verantwortlichen hingegen, wenn es um
den Aufbau von teuren bürokratischen Strukturen geht. So kommt es,
dass in vielen Kommunen Mitarbeiter von Jobcentern prüfen, ob ein
Kind in der Schule essen darf - und das freilich nur, wenn ein
entsprechender Antrag auch ordentlich ausgefüllt wurde.
Kein Wunder, dass es Hemmungen gibt, wenn Betroffene, deren
Bedürftigkeit klar ist, sich vor Menschen rechtfertigen müssen, die
von Bildung keine Ahnung haben.
Kein Wunder, wenn 2013 - dann soll das Paket auf den Prüfstand -
Mittel gestrichen werden. Weil sie kaum jemand abruft.
Pressekontakt:
Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Zentralredaktion
Telefon: 0201 - 804 6519
zentralredaktion@waz.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 26.03.2012 - 19:28 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 603870
Anzahl Zeichen: 1463
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 274 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"WAZ: Die Bürokratie lebt. Kommentar von Birgitta Stauber-Klein"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Der NRW-Landesbeauftragte des Deutschen Roten Kreuzes für den Bevölkerungsschutz warnt davor, dass weite Teile der Bevölkerung trotz der ernsten Sicherheitslage nicht auf Krieg und andere große Krisen vorbereitet seien. Er rät dazu, neben den Erwachsenen auch Kinder und Jugendliche auf den Erns
WAZ: Lehrerverband-Präsident Düll: "Social-Media-Verbot passt nicht zum Wählen ab 16" ...
Der Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Stefan Düll, kritisiert Forderungen in der EU und in Deutschland, den Konsum von Social Media für Jugendliche einzuschränken. Anlass ist ein Votum des NRW-Landtages, das Wahlalter bei Landtagswahlen auf 16 abzusenken. "Das Wahlalter wird auf 16
WAZ: NRW-Gleichstellungsministerin Paul (Grüne) warnt vor Sexkaufverbot ...
NRW-Gleichstellungsministerin Josefine Paul (Grüne) ist gegen ein Sexkaufverbot. "Sexarbeit ist kein Beruf wie jeder andere und Prostituierte bedürfen eines besonderen Schutzes. Ein Verbot der Sexarbeit bedeutet nicht automatisch mehr Schutz, sondern das Abdrängen in ein nur schwer zu kontro
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Allgemeine Zeitung
Westfalenpost: Kommentar zu Rente/ Soziales/ Von der Leyen/ Selbständige/ Versicherungspflicht/ Höhere Löhne können Altersarmut verhindern/ Kritik an der Zuschussrente reißt nicht ab / Von Lorenz ...
Die Rentenpläne von Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen lösen viel Kritik aus, und das auf breiter Basis: Sie kommt aus der FDP wie aus der Linkspartei, von Wirtschaftsweisen wie Gewerkschaften. Das überrascht wenig. Denn mit der Zuschussrente, dem Herzstück der Reform, wird die kün
Südwest Presse: KOMMENTAR · BILDUNGSPAKET ...
Gut gemeint Auch wenn die DGB-Analyse zum Bildungspaket Datenlöcher aufweist und nur eingeschränkt als Bewertungsgrundlage taugt: Dass das Bildungspaket für Hartz-IV-Kinder an der Praxis zu scheitern droht, überrascht nicht. Vielmehr bestätigt die Untersuchung frühe Befürchtungen, das
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar Gülle-Überschuss in der Landwirtschaft Das System stinkt HUBERTUS GÄRTNER ...
Zur "frischen Landluft" gehört seit alter Zeit auch der Gestank. Die Hinterlassenschaften von Kühen und Schweinen verbreiten nun einmal nicht den Duft von Armani. Sie geben allerdings einen prächtigen Dünger ab, damit neue Pflanzen gedeihen können. Gülle und Mist an sich sind kein
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar NRW schafft mehr U-3-Betreuung Realistische Chance PETER JANSEN, DÜSSELDORF ...
Grund zum Jubeln besteht nicht, aber wenigstens Anlass zur Hoffnung. NRW ist auf dem Weg, das Schlusslicht bei den Betreuungsplätzen für Kinder zwischen einem und drei Jahren abzugeben. Wenn das Ausbautempo noch einmal gesteigert werden kann, besteht die realistische Chance, dass ab dem nächs




