Westfalenpost: Kommentar zu Wahl NRW / Parteien /Die Piraten entern das politische System / Parteien

Westfalenpost: Kommentar zu Wahl NRW / Parteien /Die Piraten entern das politische System / Parteienlandschaft kann nicht so bleiben
/Von Stefan Hans Kläsener

ID: 604922
(ots) - Nach Berlin und dem Saarland stehen auch
Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen die Piraten ins Haus. Sie
machen alles anders als die bislang bekannten politischen
Formationen, die Grünen eingeschlossen. Ein wenig fühlt man sich
erinnert an die Wendezeit und die Diskussionen an den Runden Tischen
in der untergehenden DDR. Es ist eine Aufbruchstimmung, die dieser
Partei Wind unter die Flügel bläst, und es ist die Erkenntnis, dass
unsere Parteienlandschaft nicht so bleiben kann, wie sie ist. Dabei
kommt diese Entwicklung eigentlich nicht überraschend. Wer in die
Lokalteile unserer Zeitungen schaut, entdeckt eine sprudelnde Zunahme
kleiner Zweckbündnisse, die sich um ein konkretes lokales Problem
kümmern - gern auch mit durchaus egoistischen Absichten. Die großen
Wohlfahrtsverbände bekunden seit einiger Zeit, dass sich nur noch
wenige Menschen für ein langfristiges Engagement verpflichten, sehr
wohl aber für ein konkretes Projekt Zeit und Geld opfern. Hier ein
Hospiz, dort eine Tafel für Mittellose. Was also hat sich verändert
in Deutschland? Genauer: In Europa, denn die Piraten gibt es
beispielsweise in Schweden seit vielen Jahren? Der Vertrauensverlust
in die etablierte Politik hat damit zu tun, dass ein
paternalistischer Politikbegriff sich entleert hat. Die tatsächlichen
oder nur vermeintlichen Experten wissen eben nicht unbedingt besser,
was gut für das Volk ist, als eben dieses selbst. Zumindest möchten
die Menschen sich über das, was sie als das Beste empfinden,
austauschen. Das ist weit entfernt von billigem Populismus, es ist
vielmehr ein Paradigmenwechsel im politischen System. Es geht dabei
weniger um Programme als um die Frage einer politischen Methode: Wir
organisieren unsere politische Agenda selbst, und wir beeinflussen
die Positionen, die sich in sachpolitischen Fragen dann ergeben.


Spannend wird die Frage sein, ob die Volksparteien (und was von ihnen
übrig ist) darauf eine Antwort finden. Die Öffnung für
Nichtmitglieder (SPD) und die Regionalkonferenzen mit der Kanzlerin
(CDU) reichen ganz sicher nicht. Noch spannender wird die Frage sein,
ob die Medien ihre Rolle als Mediatoren und Verstärker angemessen
wahrnehmen.



Pressekontakt:
Westfalenpost Hagen
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Themen in dieser Pressemitteilung:


Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Westfalenpost: Kommentar zu  Strassen / Verkehr / Lebensader der Region / A 45: Rückstufung trifft die Wirtschaft hart / Von Stefan Pohl Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar
Ausweitung des Rettungsfonds
Nottopf allein reicht nicht
SABINE BRENDEL, BRÜSSEL
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 27.03.2012 - 20:34 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 604922
Anzahl Zeichen: 2532

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Hagen



Kategorie:

Politik & Gesellschaft



Diese Pressemitteilung wurde bisher 266 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westfalenpost: Kommentar zu Wahl NRW / Parteien /Die Piraten entern das politische System / Parteienlandschaft kann nicht so bleiben
/Von Stefan Hans Kläsener
"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

Westfalenpost (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Westfalenpost: Bundesliga-Manager wird BSW-Generalsekretär: "Merz hat keine Hausmacht mehr" / Oliver Ruhnert wechselt in die Politik und kommt wie der Kanzler aus dem Sauerland ...
Oliver Ruhnert, der designierte Generalsekretär des Bündnisses Sahra Wagenknecht (BSW), spricht Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in seiner Partei den nötigen Rückhalt ab. Merz habe "keine Hausmacht mehr", so Ruhnert im Interview mit der in Hagen erscheinenden WESTFALENPOST (Print: Mo

Westfalenpost: Herdecker Bürgermeisterin gibt erstes Interview nach Messerangriff ...
Die neue Bürgermeisterin von Herdecke, Iris Stalzer, hat sich rund drei Wochen nach der Messerattacke auf sie erstmals in einem Interview ausführlich öffentlich geäußert (Online: Freitag/ Print: Samstagsausgabe). Die 57-jährige SPD-Politikerin hatte am 7.Oktober in ihrem eigenen Haus lebensgef

Westfalenpost: Ministerpräsident Wüst: Keine neue Gebietsreform für NRW ...
NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) hat die Kommunale Neugliederung in Nordrhein-Westfalen vor 50 Jahren gewürdigt. "Die Gebietsreform war ein wichtiger Schritt, um die kommunale Verwaltung in Nordrhein-Westfalen zukunftsfähig zu machen", sagt er der WESTFALENPOST (WP; Online Mitt


Weitere Mitteilungen von Westfalenpost


Neue Westfälische (Bielefeld): KOMMENTAR Tarifrunde im öffentlichen Dienst Die 3 muss stehen BERNHARD HÄNEL ...
Gefühlt ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst einer der militantesten der jüngeren Geschichte. Frühzeitig mobilisierten Verdi und die kleine Tarifgemeinschaft des DBB für Warnstreiks und eskalierten sie kontinuierlich. Gestern, also einen Tag vor der dritten und nach bisherig

Südwest Presse: Kommentar zu Syrien ...
Geschickt zieht Kofi Annan seine Kreise um Damaskus enger. Erst wies er die kompromisslose syrische Opposition in die Schranken, dann konfrontierte er Diktator Baschar al-Assad mit seinem Sechs-Punkte-Friedensplan. Anschließend erreichte er in Katar einen Aufschub der angekündigten Waffenliefer

Weser-Kurier: Kommentar zur Pflegereform der Koalition ...
Der Reformbedarf ist groß, der Reformwille eher schwach. Lag die Zahl der Pflegebedürftigen 1995 noch bei 1,7 sind es inzwischen bereits 2,4 Millionen, Tendenz steigend. Bei stetig sinkender Bevölkerungszahl wird die Betreuung der Pflegebedürftigen zu einem immer größeren Problem - finanzie

Mitteldeutsche Zeitung: zu Atomgipfel in Seoul ...
US-Präsident Barack Obama verzichtete darauf, in Seoul noch einmal an seine Vision einer Welt ohne Atomwaffen zu erinnern, die er 2009 in Prag formuliert hatte. Die Unterhändler der Atommächte verhinderten sogar eine Erwähnung dieses Ziels in der Schlusserklärung. Die Atommächte wollen di


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z