Westfalenpost: Kommentar zu Südwestfalen / Sauerland / Westfalen /Werbebotschaft für Südwestfalen gesucht / Wir sind so - alles echt /Von Joachim Karpa
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Wer sind wir? Sauerländer, Siegerländer und Wittgensteiner - oder
einfach Westfalen. Vielleicht zählt eher der Heimatort bei der
gefühlten Beschreibung der Herkunft. Also sind wir Schmallenberger,
Berleburger, Arnsberger. Alles richtig. Irgendwie. Aber die große
weite Welt kann damit nicht viel anfangen. Das ist nicht griffig, das
kennt man nicht, das klingt nach Provinz. Wer um die Köpfe
nachfolgender Generationen wirbt, braucht eine Botschaft. Frech und
spritzig soll sie sein und muss sich im Kopf festsetzen. Für
Südwestfalen als eine Region, die Arbeitsplätze bei Weltmarktführern
bietet und zum Leben und Wohnen in einer intakten Natur einlädt, sind
jetzt zwei Vorschläge auf dem Markt: "Südwestfalen - Alles echt" und
Südwestfalen - Wir sind so". Amüsant. Sie grinsen oder lachen an
dieser Stelle laut auf? Zu Recht. Das ist gut. Ziel erreicht. Warum?
Offensichtlich machen diese Sprüche aufmerksam. Sie provozieren,
lenken die Gedanken auf ein Stück Deutschland, das jahrzehntelang den
Dornröschenschlaf genossen hat. Freiwillig. Eine märchenhafte Zeit,
die zu Ende geht. Die Welt dreht sich schneller. Wer junge Fachkräfte
mit ihren Familien nach Südwestfalen holen will, der muss eine
grundlegende Voraussetzung erfüllen. Die Menschen, Politiker sprechen
in diesem Zusammenhang immer von denen draußen im Lande, müssen erst
einmal wissen, wie lebenswert diese Region ist. Ein guter Slogan
hilft. Nicht dass es heißt: Das Sauerland kann alles - außer Werbung.
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Datum: 29.03.2012 - 19:30 Uhr
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