NRZ: Finger weg von den Sozialkassen - Kommentar von Lothar Petzold
ID: 615438
Geld zum Leben. Und das seit etlichen Jahren. Wenn jetzt das
Statistische Bundesamt feststellt, dass auch im vergangenen Jahr die
Beschäftigten weniger Bares in der Tasche hatten, so ist das zwar
richtig, aber kein neuer Trend. Das müssten auch die Politiker
wissen, die nun so tun, als sei dies eine neue Entwicklung und - weil
Wahlen anstehen - lauthals nach einer Entlastung der Bürger rufen.
Und dabei die derzeit gut gefüllten Sozialkassen ins Auge fassen. Ein
fataler Fehler. Zwar haben Krankenkassen und Rentenversicherungen im
vergangenen Jahr rund 14 Milliarden Euro übrigbehalten und damit
derzeit ein gutes finanzielles Polster; aber das ist eine
Momentaufnahme, ist Ausfluss der gut laufenden Konjunktur. Dieses
Polster ist jedoch dringend erforderlich. Vor dem Hintergrund einer
immer älter werdenden Bevölkerung mit daraus resultierenden höheren
Rentenleistungen und Kosten für die Krankenversorgung und vermehrte
Pflegeleistungen ist finanzielle Vorsorge dringend nötig. Wie schnell
die so riesig anmutende Milliardensumme verbraucht sein könnte, zeigt
allein eine Zahl: Die gesetzlichen Krankenversicherungen geben pro
Tag für ärztliche Behandlung, Medikamente und Verordnungen rund 500
Millionen Euro aus. Eine Senkung der Sozialabgaben würde pro
Versicherten im "Ein-Paar-Euro-Bereich" pro Jahr liegen - Peanuts
also. Sollte die Konjunktur nachlassen - was zu erwarten ist - wäre
die ganze Rechnung sowieso hinfällig. Die Entlastung für die Bürger
muss anders geregelt werden. Es geht nicht an, dass den Arbeitern und
Angestellten immer mehr abgeknöpft wird, der Mittelstand wegzukippen
droht, es auf der anderen Seite aber immer mehr Reiche in unserem
Lande gibt. Die Politik muss den Mut haben, den wirklich Reichen ans
Portemonnaie zu gehen, spektakuläre Finanzgeschäfte zumindest stärker
zu besteuern. Hier - und nicht bei den Sozialkassen - ist der Hebel
anzusetzen.
Pressekontakt:
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Redaktion
Telefon: 0201/8042616
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 12.04.2012 - 19:42 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 615438
Anzahl Zeichen: 2289
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Essen
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 195 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"NRZ: Finger weg von den Sozialkassen - Kommentar von Lothar Petzold"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Ermittlungsverfahren gegen Polizisten wegen mutmaßlich unzulässiger Gewaltausübung in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Das geht aus einer Antwort des NRW-Justizministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein-Zeitung (NRZ, Freitagsausgabe und o
Seine Mission heißt: Ausgleich / NRZ-Kommentar von Jan Jessen zur Wahl des New Yorker Bürgermeisters ...
Ein erst 34-jähriger in Uganda geborener Sohn indischer Eltern wird in den kommenden Jahren als Bürgermeister die Geschicke der Metropole New York leiten. Zohran Mamdani, Muslim und erst seit sieben Jahren US-Bürger, hat eine Aufsteigergeschichte geschrieben, wie sie wohl nur in den USA möglich
NRZ: Zahl der freiwilligen Ausreisen von Asylbewerbern aus NRW ist deutlich gestiegen ...
Die Zahl der freiwilligen Rückkehrer aus Nordrhein-Westfalen ist in diesem Jahr deutlich gestiegen. Das geht aus einer Antwort des Ministeriums auf eine Anfrage der Neue Ruhr/Neue Rhein Zeitung (NRZ) hervor. Zwischen Januar und Oktober 2025 haben 2.122 Asylbewerberinnen und Asylbewerber das Land fr
Weitere Mitteilungen von Neue Ruhr Zeitung / Neue Rhein Zeitung
Westdeutsche Zeitung: Senioren-Tüv = von Horst Kuhnes ...
Senioren am Steuer. Ein Reizthema für Jung und Alt. Führerschein spätestens ab 80 weg, fordern die einen, gesetzlich vorgeschriebene Nachprüfungen die anderen, während wieder andere auf freiwillige Selbstkontrolle der Betroffenen setzen - gegebenenfalls mit entsprechenden Hinweisen der HausÃ
Neue Westfälische (Bielefeld): Opposition: Am Donnerstag erneut 13 Todesopfer in Syrien ...
Die Berichte über einen relativ friedlichen Tag in Syrien zu Beginn des Waffenstillstandes dementierte Sadiqu al-Mousllie, Exilsprecher des oppositionellen Syrischen Nationalrates. Es habe am Donnerstag erneut 13 Todesopfer in Syrien gegeben, so al-Mousllie gegenüber der in Bielefeld erschein
Westfalenpost: Kommentar zu Gesellschaft /Medizin /Verbot von Schönheits-OPs an Minderjährigen /Eingriff des Staates /Von Rolf Hansmann ...
Gesundheitspolitiker von CDU/CSU wollen Schönheits-Operationen an Minderjährigen verbieten, solange sie medizinisch nicht notwendig sind. Es bleibt zu hoffen, dass damit endlich Schwung in eine Diskussion kommt, die seit Jahren ohne zählbare Ergebnisse geführt wird. Übrigens auch von SPD-G
Westfalenpost: Kommentar zu Recht /Gesetze /Verkehr /Die unheimlich heimliche Helmpflicht /Schnelle E-Bikes gelten als Kleinkrafträder /Von Harald Ries ...
Die Helmpflicht für Motorradfahrer ist so akzeptiert wie die Gurtpflicht für Autofahrer: Nicht von jedem zu jeder Zeit, doch große Kontroversen gibt es deshalb nicht mehr. Das ist beim Fahrradhelm anders. Polizei und Mediziner hoffen auf weniger schwere Kopfverletzungen, die Verkehrsminister R




