Westdeutsche Zeitung: Den Salafisten muss das Wasser abgegraben werden =
von Lothar Leuschen
ID: 629648
überschritten. Gewalt gegen Polizisten wird in Deutschland weder vom
Versammlungsrecht noch von der Religionsfreiheit legitimiert. Also
ist es nun Aufgabe der Ermittlungsbehörden, die Schuldigen von den
Unschuldigen unter den Salafisten zu trennen und sie gemäß dem
Strafgesetzbuch zu sanktionieren. So einfach ist das - auf den ersten
Blick.
Auf den zweiten Blick verstellen Empfindungen wie Angst und Wut
die klare Sicht auf den Sachverhalt. Viele Solinger werden sich
fragen, was sie sich denn noch alles bieten lassen müssen. Erst
machen radikale Moslems die Stadt unsicher, dann versuchen
Rechtspopulisten durch perfide Provokation daraus auch noch Kapital
zu schlagen. Die Bürger werden eingeschüchtert von Hass und Gewalt,
die wie ein dunkler Nebel über der Stadt wabern. Es ist eine schwere
Last, sich in der Heimat nicht mehr sicher fühlen zu können.
Die Schläger und Steinewerfer vom 1. Mai sind inzwischen wieder
auf freiem Fuß. Aber ihrer angemessenen Strafe werden sie nicht
entgehen. Doch damit ist das Problem nicht gelöst. Und es wird auch
von jenen nicht beseitigt, die nun fordern, die Salafisten müssten
schlicht ausgewiesen werden. Denn das ist in vielen Fällen schon
deshalb unmöglich, weil es sich bei den Radikalmuslimen auch um
Deutsche handelt, die im Islam ihr Seelenheil gefunden zu haben
glauben.
Und selbst wenn es der Justiz gelingen sollte, den Salafisten die
Gründung einer kriminellen Vereinigung nachzuweisen, ist die Bande
zwar weg, die Gesinnung aber ist es nicht. Sie wird lediglich unter
einem anderen Namen noch überzeugter zelebriert.
Vielleicht hilft es, die akademische Debatte darüber zu beenden,
ob der Islam nun zu Deutschland gehört oder nicht. Er ist da und mit
ihm Millionen Gläubige, von denen die allermeisten in ihrem Glauben
ebenso in Ruhe gelassen werden wollen wie Katholiken und
Protestanten.
Extremismus verschwindet, wo das Wissen darum wächst, dass Hass
und Verblendung nur zu Gewalt führen. Wenn aufgeklärte Nichtmuslime
und Muslime in der deutschen Gesellschaft auf Augenhöhe in einen
Dialog über Toleranz und deren Grenzen treten, dann geht den
Salafisten in Deutschland auf Dauer die Puste aus.
Pressekontakt:
Westdeutsche Zeitung
Nachrichtenredaktion
Telefon: 0211/ 8382-2370
redaktion.nachrichten@westdeutsche-zeitung.de
www.wz-newsline.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 02.05.2012 - 19:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 629648
Anzahl Zeichen: 2756
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Düsseldorf
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 119 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Westdeutsche Zeitung: Den Salafisten muss das Wasser abgegraben werden =
von Lothar Leuschen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Westdeutsche Zeitung (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Von Lothar Leuschen Der Auftakt ist schon nicht gelungen gewesen. Statt eine möglichst verbindende Rede zu halten, erging sich Alterspräsident Gregor Gysi darin, die Parteiprogrammatik der Linken abzuspulen inklusive der Aufforderung, das Gespräch mit Russland zu suchen. Dass die Abgeordneten de
Kommentar: Die USA sind verloren / zu Trump und den Folgen ...
Von Lothar Leuschen Die Ereignisse überschlagen sich. Nur wenige Stunden, nachdem die USA angekündigt hat, die Unterstützung der Ukraine im Verteidigungskampf gegen Russland abzubrechen, kommt ebenso aufgeschreckt wie unausgegoren aus der Union in Deutschland der Ruf nach Rückkehr zur allgemein
WZ-Kommentar zu: Lars Klingbeil ist neuer SPD-Fraktionschef ...
Der, auf den es ankommt Von Lothar Leuschen Normalerweise wäre es eine Randnotiz, dass Lars Klingbeil am Mittwoch im Otto-Wels-Saal des Reichstagsgebäudes zum neuen Vorsitzenden der SPD-Fraktion gewählt worden ist. Aber in diesen Tagen ist nichts mehr normal, auch nicht, dass die SPD-Fraktion i
Weitere Mitteilungen von Westdeutsche Zeitung
Die Vertriebsorganisation kann für strafbares Verhalten des Handelsvertreters zur Verantwortung gezogen werden ...
Mit Urteil vom 15.03.2012 (Az.: III ZR 148/11) hat der BGH entschieden, dass eine Vertriebsorganisation, die Kapitalanlagen vermittelt, für strafbares Verhalten ihrer Handelsvertreter in bestimmten Fällen einzustehen habe. GRP Rainer Rechtsanwälte Steuerberater, Köln, Berlin, Bonn, Düsseldorf
Urlaubsanspruch imÖffentlichen Dienst nicht altersabhängig ...
Die Staffelung der Urlaubsdauer nach dem Alter im öffentlichen Dienst hat ein Ende. Dies wurde vom Bundesarbeitsgericht (9 AZR 529/10) entschieden. Eine Angestellte klagte, weil sie in zwei aufeinanderfolgenden Jahren einen Urlaubstag mehr in Anspruch nehmen wollte. Das BAG hat entschieden, dass de
Berliner Zeitung: Kommentar zu Chinas Dissidenten Chen ...
Dass Peking in der Causa Chen - ebenso wie etwa in den Fällen des Künstlers Ai Weiwei oder des Friedensnobelpreisträgers Liu Xiaobo - die Chance verpasst hat, ein Exempel für den Rechtsstaat zu statuieren, ist ein trauriges Zeichen dafür, dass die liberalen und reformorientierten Kräfte in d
Frankfurter Rundschau: Zur Diskussionüber einen Boykott der ukrainischen EM-Spiele ...
Jetzt, fünf Wochen vor dem Beginn der Europameisterschaft, einen Boykott der ukrainischen Spiele zu fordern oder gar die Verlegung derselben nach Deutschland zeugt von großer Dämlichkeit. Geholfen würde damit niemandem, weder Julia Timoschenko noch anderen politischen Gefangenen und der Bevö




