Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Fußball-Saisonende
Klare Kante
CARSTEN HEIL
ID: 641638
das ChampionsLeague-Finale zwischen Bayern München und dem FC
Chelsea. Dann ist Pause. Die EM markiert schon den Auftakt zur
nächsten Spielzeit. Diese kurze Pause müssen die Liga-Vereine, der
Deutsche Fußballbund und die Deutsche Fußball-Liga dringend nutzen.
Denn die schlechten Nachrichten aus dem Fußballgeschäft häufen sich.
Nicht erst seit Dienstagabend machen sogenannte Anhänger negative
Schlagzeilen. Im entscheidenden Aufstiegsspiel zur ersten Bundesliga
zwischen Hertha BSC Berlin und Fortuna Düsseldorf warfen zuerst
Berliner Fans bengalische Brandsätze auf den Platz. Das ist
kriminell. Als später Düsseldorfer Anhänger das Spielfeld stürmten,
bevor der Schiedsrichter abgepfiffen hatte, war der Skandal perfekt.
Das Phänomen ist nicht einmalig, so unterschiedlich die Fälle
gelagert sind. Schon am Montag nach dem Relegationsspiel zur zweiten
Liga zwischen Karlsruhe und Regensburg hatte es bei Krawallen
zwischen "Fans" fast 80 Verletzte und ähnlich viele Festnahmen
gegeben. Während der Saison waren in Dresden massive Ausschreitungen
zu beobachten, Kölner Fans und Anhänger von Mönchengladbach gerieten
lange nach dem Spiel gar auf der Autobahn aneinander. In Bielefeld
fielen Hooligans und ihre Unterstützer über harmlose Fans von Werder
Bremen II her, schlugen einen von ihnen fast tot. Das sind nur wenige
Beispiele einer erschreckenden Bilanz. Gleichzeitig gab es am
vergangenen Samstag ein wunderbares Fußballfest beim DFB-Pokalfinale.
Ein ganzes Stadion im emotionalen Rausch. Doch selbst bei dieser
grundsätzlich tollen Begegnung wurden bengalische Feuer auf den
Rängen gezündet. Das zeigt, die Gewalt und die Gefährdung anderer
Zuschauer sind zum Ritual geworden. So toll der Fußball ist, so viel
Gesprächsstoff und Freude er liefert, so viele Emotionen er freisetzt
- die Veranstalter können sich ihrer Verantwortung nicht entziehen.
Es ist ein Armutszeugnis, wenn DFB-Vizepräsident Korfmacher einräumt,
dass es keine Lösungsansätze gebe. Ein Gewaltgipfel, wie nun geplant,
reicht nicht. Ohne konkrete Beschlüsse bleibt er Show. Die Vereine
müssen bei Ausschreitungen zur Rechenschaft gezogen werden:
Punktabzug bei gravierenden Ausschreitungen oder häufiger Heimspiele
ohne Publikum. Dann fehlt es an Unterstützung und an Geld. Die Klubs
können sich die Zuständigkeit für die Vorkommnisse nicht vom Halse
diskutieren. Sie müssen auch ihre Spieler und Manager zu
Zurückhaltung verpflichten. Wenn ein Spieler wie der Dortmunder Kevin
Großkreutz meint, bengalische Feuer auf der Tribüne seien nicht so
schlimm, muss sein BVB mit klarer Kante reagieren. Auch wenn es zu
Ungerechtigkeiten kommt, weil einzelne gewaltbereite Schwachköpfe den
hart erarbeiteten Erfolg eines Klubs gefährden, müssen die Vereine
Fehlverhalten spüren. Sticheln gehört zum Fußball - Gewalt in keiner
Form.
Pressekontakt:
Neue Westfälische
News Desk
Telefon: 0521 555 271
nachrichten@neue-westfaelische.de
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: ots
Datum: 18.05.2012 - 19:25 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 641638
Anzahl Zeichen: 3310
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Bielefeld
Kategorie:
Politik & Gesellschaft
Diese Pressemitteilung wurde bisher 212 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Fußball-Saisonende
Klare Kante
CARSTEN HEIL"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Neue Westfälische (Bielefeld) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Hunderte Tankstellen in Nordrhein-Westfalen verstoßen gegen die gesetzliche Spritpreisregel - doch geahndet wird bislang kein einziger Fall. Seit Anfang April wurden in NRW insgesamt 2.634 unzulässige Preiserhöhungen durch 447 Tankstellen registriert, wie aus einer Analyse von Daten des Bundeskar
Verdi-Chef Werneke: AfD hätte bei uns keine Chance ...
Bielefeld. Verdi-Chef Frank Werneke sieht derzeit keinen wachsenden Einfluss der AfD auf die Gewerkschaften im Land. Auf die Frage im Interview mit der "Neuen Westfälischen" (Bielefeld), ob der Einfluss der AfD auch in Gewerkschaften zunehme, sagt Werneke: "In den Gewerkschaften nich
Verdi-Chef sieht Angriff auf alle Bereiche des Sozialstaats ...
Bielefeld. Der Chef der Vereinigten Dienstleistungsgesellschaft Verdi, Franke Werneke, warnt davor, Reformen auf dem Rücken der Beschäftigten durchzusetzen. "Es gibt gerade einen Angriff auf praktisch alle Bereiche des Sozialstaats - auf Arbeitnehmerrechte, Kündigungsschutz, Lohnfortzahlung
Weitere Mitteilungen von Neue Westfälische (Bielefeld)
Mitteldeutsche Zeitung: zu Strafzöllen in der Solarbranche ...
Dieser Handelskrieg wäre auch unangemessen. Begründet wird die Forderung nach Strafzöllen gegen Solarfirmen mit staatlichen Subventionen. Diese Hilfen gibt es tatsächlich, insbesondere in Form günstiger Kredite. Doch das Argument zieht nicht, denn auch für deutsche Firmen gab
Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Sozialleistungen für EU-Zuwanderer gestrichen Hartes Signal HUBERTUS GÄRTNER ...
Das politische Motiv klingt nicht besonders gastfreundlich, aber man kann es nachvollziehen. Die Bundesregierung will die Zuwanderung von Fachkräften, aber keine Zuwanderung in ihre Sozialsysteme. Deshalb hat sie vor ein paar Monaten ein altes europäisches Fürsorgeabkommen mehr oder weniger d
Mitteldeutsche Zeitung: zu G-8-Gipfel ...
Ein G-8-Gipfel ist kein Entscheidungstreffen. Es ist ein Schaulaufen der Mächtigen und Möchtegern-Mächtigen, das viel Geld verzehrt, aber außer hübsch zu lesenden Absichtserklärungen keine Inhalte produziert. Gestern etwa hat Obama auf einer G-8-Veranstaltung gesagt, dass der Hunger auf der
Mitteldeutsche Zeitung: zu Facebook ...
In Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit sind solche Geschichten Gold wert. Sie lassen Anleger auf schnelle Gewinne hoffen. Aber ob sich diese Erwartungen erfüllen, muss sich erst noch zeigen. Das Geschäftsmodell setzt nicht nur ein weiteres Wachstum der Mitglieder bei Facebook voraus, sondern




